Wirbt um Geduld für Olympia-Planungen: Thomas Bach - Bildquelle: AFPPOOLSIDDENIS BALIBOUSEWirbt um Geduld für Olympia-Planungen: Thomas Bach © AFPPOOLSIDDENIS BALIBOUSE

Köln (SID) - IOC-Präsident Thomas Bach wirbt weiter für Geduld bei der Vorbereitung auf die ins Jahr 2021 verschobenen Olympischen Spiele in Tokio. Gleichzeitig wehrt er sich gegen die Kritik am Internationalen Olympischen Komitee. "Wir leben nicht in einem Raumschiff, wir sind Teil dieser Gesellschaft, wir wollen deswegen Olympische Spiele, die dieser Krise angemessen sind", sagte Bach im Interview mit dem Reutlinger General-Anzeiger.

An Mutmaßungen über die Form der Sommerspiele (23. Juli bis 8. August) in Zeiten der Corona-Pandemie will sich Bach nicht beteiligen. "Wir wissen nicht einmal, ob wir morgen unsere Häuser noch verlassen können", sagte er: "Gleichzeitig wird heftig über Einzelheiten spekuliert, wie das komplexeste Sportereignis der Welt in einem Jahr stattfinden kann. Lasst uns doch erstmal arbeiten, mit Spekulationen verlieren wir nur Zeit."

Zuletzt hatte Organisationschef Toshiro Muto in einem BBC-Interview erklärt, das Organisationskomitee erwäge eine Austragung vor einer begrenzten Zuschauerzahl. Auch Bach schließt diese Lösung nicht mehr aus, auch wenn er weiter sagt: "Olympia ohne Zuschauer ist nicht das, was wir wollen, und es ist nicht das, auf was wir hinarbeiten." Jeder Stein werde bei der Planung umgedreht, "all das, was Athleten und den Sport betrifft" bleibe aber "unverändert", sagte Bach.

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