Kristina Vogel erläutert Trainingsprobleme für Athleten - Bildquelle: PIXATHLONPIXATHLONSIDKristina Vogel erläutert Trainingsprobleme für Athleten © PIXATHLONPIXATHLONSID

Köln (SID) - Die zweimalige Bahnrad-Olympiasiegerin Kristina Vogel hat im Zuge der Verschiebung der Olympischen Sommerspiele in Tokio auf 2021 auf den massiven Einschnitt hinsichtlich der Trainingsplanung für die Sportler hingewiesen. "Jetzt reißt es den Athleten doch ein bisschen den Boden unter den Füßen weg", sagte die seit einem Trainingsunfall querschnittsgelähmte Vogel bei RTL/ntv. Die Trainingspläne seien auf vier Jahre ausgerichtet, "man kann das nicht einfach aufschieben", fügte die 29-Jährige an.

Als Athlet könne man Home Office "schlecht machen" über eine lange Zeit, "von daher bin ich froh, dass die Entscheidung gefallen ist." Deswegen zeigt Vogel auch Verständnis für das zögerliche Vorgehen des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), im Angesicht der Coronavirus-Pandemie erst gut vier Monate vor der anvisierten Eröffnungsfeier die Verschiebung zu beschließen: "Es war wichtig und richtig, dass sich das IOC so lange Zeit gelassen hat, sich nicht hat unter Druck setzen lassen von irgendwelchen Präsidenten."

Vogel selbst befindet sich als Coronavirus-Risikopatientin in freiwilliger Quarantäne: "Aufgrund der Lähmung kann ich nicht husten. Ich habe kein Zwerchfell, das heißt, wenn ich eine bronchiale Erkrankung bekomme, muss ich ans Beatmungsgerät. Und das habe ich mit meinem Unfall lange gemacht, das macht keinen Spaß und dementsprechend bin ich zu Hause."

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