Kevin Mayer und Damian Warner kämpfen um Gold - Bildquelle: AFPSIDGIUSEPPE CACACEKevin Mayer und Damian Warner kämpfen um Gold © AFPSIDGIUSEPPE CACACE

Tokio (SID) - Einige Athleten und Athletinnen wie Johannes Vetter (Speer) oder Armand Duplantis (Stab) können sich in Tokio eigentlich nur selbst schlagen, in anderen Disziplinen sind spannende Duelle zu erwarten. 

100 Meter Frauen (Finale: 31. Juli, 14.50 Uhr MESZ) 

Shelly-Ann Fraser-Pryce gegen Elaine Thompson-Herah (beide Jamaika) 

In nahezu jedem anderen Olympiajahr würde wohl das 100-m-Finale der Männer an dieser Stelle auftauchen, doch das wird diesmal von der Qualität im Frauensprint in den Schatten gestellt. Fraser-Pryce, die Olympiasiegerin von 2008 und 2012, steht trotz ihrer 34 Jahre in dieser Saison auf Platz zwei der "ewigen" Bestenliste (10,63). Thompson-Herah, Olympiasiegerin 2016, lief mit 10,71 ebenfalls brutal schnell. Weil auch in Abwesenheit von Cannabis-Sünderin Sha'Carri Richardson (USA) hinter den beiden Jamaikanerinnen jede Menge Qualität lauert, dürfte dieser Sprint ein Highlight werden. 

400 Meter Hürden Männer (3. August, 5.20 Uhr MESZ) 

Karsten Warholm (Norwegen) gegen Rai Benjamin (USA) 

Warholm und Benjamin haben für eine Renaissance auf dieser traditionsreichen Strecke gesorgt. Der Norweger ist zweimaliger Weltmeister, der neue Weltrekordler - und kann sich dennoch nicht sicher sein, dass er Gold holt. Schließlich ist Benjamin (46,83 Sekunden) Warholm super dicht auf den Fersen, der 25-Jährige hat mit 46,70 Sekunden den Uralt-Weltrekord von Kevin Young (USA) geknackt. 

400 Meter Hürden Frauen (4. August, 4.30 Uhr MESZ) 

Sydney McLaughlin gegen Dalilah Muhammad (beide USA) 

"Eisen schärft Eisen", sagte McLaughlin zuletzt über ihre Rivalität: "Wir hätten diese Weltrekorde nicht ohne einander." Rio-Olympiasiegerin Muhammad gewann 2019 sowohl bei den US-Trials als auch bei der WM Gold vor McLaughlin - und stellte beide Male einen Weltrekord auf. In diesem Sommer knackte McLaughlin dann als erste Frau der Geschichte die 52-Sekunden-Marke, indem sie Muhammads Weltrekord (52,16) auf 51,90 Sekunden verbesserte. 

Zehnkampf (4./5. August) 

Kevin Mayer (Frankreich) gegen Damian Warner (Kanada)

Eigentlich sah alles nach einer sicheren Sache aus: Wenn Weltrekordler Mayer (9126 Punkte) nicht patzen sollte, wäre ihm Gold nicht zu nehmen. Doch dann verbesserte sich Warner in Götzis plötzlich auf 8995 Zähler und ist damit mehr als nur der erste Herausforderer für Warner. Wenn beide ihr Potenzial abrufen, könnten sie sich ähnliche Schlachten liefern wie einst Daley Thompson und Jürgen Hingsen in den 80er-Jahren. 

10.000 Frauen (7. August, 12.45 Uhr MESZ) 

Sifan Hassan (Niederlande) gegen Letesenbet Gidey (Äthiopien)

Anfang Juni, Weltrekord-Wahnsinn in Hengelo: Innerhalb von rund 50 Stunden verbesserte erst Hassan den Weltrekord von Rio-Olympiasiegerin Almaz Ayana (Äthiopien) um eine halbe Minute auf 29:06,82 Minuten, dann war Ayanas Landsfrau Gidey noch einmal knapp sechs Sekunden schneller (29:01,03). Beide laufen in neuen Hightech-Spikes und werden sich über 25 Runden in Tokio wohl ein Kopf-an-Kopf-Rennen liefern, sollte Hassan von ihrem geplanten Dreifach-Start am vorletzten Tag der Spiele nicht schon zu geschwächt sein. 

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