Niemann-Stirnemann gewann dreimal olympisches Gold - Bildquelle: PIXATHLONPIXATHLONSIDNiemann-Stirnemann gewann dreimal olympisches Gold © PIXATHLONPIXATHLONSID

Pyeongchang - Die dreimalige Eisschnelllauf-Olympiasiegerin Gunda Niemann-Stirnemann (51) drückt ihrer früheren Rivalin Claudia Pechstein im 5000-m-Rennen der Olympischen Winterspiele in Pyeongchang am Freitag die Daumen. "Ich wünsche ihr die zehnte Medaille", sagte Niemann-Stirnemann im Gespräch mit dem SID. 

Die 45-jährige Pechstein zählt bei ihren siebten Winterspielen auf ihrer Spezialstrecke zu den Medaillenfavoriten. Die fünfmalige Olympiasiegerin peilt ihre insgesamt zehnte Medaille an.

"Claudia ist unvorstellbar"

Dass Pechstein im hohen Athletenalter noch immer konkurrenzfähig ist, flößt Niemann-Stirnemann Respekt ein: "Claudia ist unvorstellbar. Ich weiß nicht, woher sie die Kraft und Energie nimmt. Es ist nur zu bewundern." Die beiden Weltcupsiege von Pechstein in der laufenden Saison bezeichnete die Erfurterin als "phänomenal".

Das Verhältnis der beiden früheren DDR-Läuferinnen galt lange Zeit als äußerst angespannt. Ihre Duelle in den 90er-Jahren sorgten für reichlich Gesprächsstoff.

Pechstein am Samstag Neunte

Zuvor hatte bereits Pechsteins Ex-Rivalin Anni Friesinger-Postma, die bei den Winterspielen als Eurosport-Expertin tätig ist, Zuversicht für den "langen Kanten" ausgestrahlt. Pechsteins Zielstellung sei legitim. "Claudia ist dafür bekannt, dass sie gleichmäßig durchläuft. Wenn sie wie ein Diesel Speed aufgenommen hat, kann sie das durchziehen", hatte Friesinger-Postma dem SID gesagt: "Claudia hat vom ganzen Starterfeld die meisten 5000-m-Läufe in den Beinen, sie hat sie auch oft genug gewonnen." 

Pechstein war am Samstag in 4:04,49 Minuten Neunte über 3000 m geworden. Das Rennen war insgesamt gelungen, Pechstein bezeichnete es als "sehr guten Trainingslauf für die 5000 m."

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