Gensheimer und Co. besiegen Norwegen - Bildquelle: ImagoGensheimer und Co. besiegen Norwegen © Imago

Tokio - Ein Top-Team besiegt, die K.o.-Phase im Blick: Angeführt von einem überragenden Torhüter-Gespann haben die deutschen Handballer Kurs auf das olympische Viertelfinale genommen. Die Mannschaft von Bundestrainer Alfred Gislason bezwang den EM-Dritten Norwegen mit 28:23  (14:11) und feierte ihren zweiten Sieg im vierten Spiel.

Entscheidende Faktoren waren Andreas Wolff und Johannes Bitter, die ihrem Team mit etlichen Paraden die nötige Sicherheit gaben. Wolff hielt vor allem in der ersten Halbzeit weltklasse, Bitter zeigte eine ganz starke Schlussphase und entschärfte zudem zwei Siebenmeter. Beste deutsche Torschützen waren Rechtsaußen Timo Kastening mit fünf Treffern und Kapitän Uwe Gensheimer mit sechs verwandelten Siebenmetern.

Noch ein Punkt nötig

Damit zog die Auswahl des Deutschen Handball-Bundes (DHB) vorbei an den nun punktgleichen Norwegern (beide 4:4 Zähler) und belegt in der schweren Vorrundengruppe A den dritten Platz. Für das sichere Weiterkommen benötigt Deutschland im abschließenden Gruppenspiel gegen Außenseiter Brasilien am Sonntag (12.30 MESZ/im Liveticker auf ran.de) noch einen Punkt.

Gislason hatte vor der Partie von einem "enorm wichtigen" Spiel gesprochen und eindringlich vor einem Fehlstart wie gegen Frankreich und Argentinien gewarnt: "Wir müssen von Anfang voll da sein und nicht erst nach einer Viertelstunde loslegen." Das Team enttäuschte seinen Trainer nicht. Nach den knappen Niederlagen gegen Europameister Spanien (27:28) und Rekordweltmeister Frankreich (29:30) bewiesen Wolff und Co., dass sie auch gegen die Großen gewinnen kann. 

Den Grundstein für den Erfolg legte die DHB-Auswahl mit einer starken Anfangsphase. Zwar tat sich die DHB-Auswahl im Positionsangriff zunächst schwer, doch mit ihrer beweglichen und knüppelharten Abwehr kauften sie den Norwegern um Kiels Weltklasse-Spielmacher Sander Sagosen von Beginn an den Schneid ab. Und wenn doch mal ein Ball den Weg durch die Deckung fand, war immer wieder der überragende Wolff zur Stelle.

Deutsche Handballer bereits zur Halbzeit vorne

Mit einer Fangquote von knapp 70 Prozent hatte der Keeper maßgeblichen Anteil an der 9:4-Führung nach 20 Minuten. Und weil vorne Gensheimer, der ansonsten auf der Bank saß, alle seine vier Siebenmeter verwandelte und Spielmacher Philipp Weber seine Nebenleute ein ums andere Mal mit feinen Anspielen in Szene setzte, lag das deutsche Team zur Halbzeit vorn.

Wolff machte im zweiten Abschnitt zunächst da weiter, wo er aufgehört hatte. Und so überstand die deutsche Mannschaft nicht nur die ersten Minuten, sondern baute ihren Vorsprung bis zur 43. Minute auf 21:16 aus. Die mit elf Bundesliga-Legionären gespickten Norweger ließen aber nicht locker und kämpften sich wieder bis auf ein Tor heran. Der nun für Wolff eingewechselte Bitter sicherte den so wichtigen Sieg.

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