Alfons Hörmann spricht positiv von Berlin als Standort - Bildquelle: AFPSIDJOHN MACDOUGALLAlfons Hörmann spricht positiv von Berlin als Standort © AFPSIDJOHN MACDOUGALL

Köln - DOSB-Präsident Alfons Hörmann kann sich bei einer möglichen deutschen Olympiabewerbung um die Sommerspiele 2032 weitere nationale Kandidaten neben der Initiative in der Rhein-Ruhr-Region vorstellen. "Ich würde nicht ausschließen, dass es weitere Bestrebungen und Bemühungen geben wird. Das muss man einfach abwarten und aufmerksam beobachten", sagte der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) der Sport-Bild.

Als einen möglichen Bewerber sieht Hörmann auch Berlin an. "Wenn jemand fragt: Kommt Berlin als zweifelsohne hochattraktive und in jeder Hinsicht begehrenswerte Hauptstadt und als DIE Sport-Metropole Deutschlands grundsätzlich für die Ausrichtung infrage, antworte ich: Selbstverständlich", sagte der 59-Jährige: "Wenn man am Ende zu der Überzeugung kommt, dass sich Berlin um 2032 bewirbt, wäre die Stadt für mich und sicher viele von uns ein absoluter Top-Kandidat."

Jubiläums-Bewerbung von Berlin "schwer vermittelbar"

Eine potenzielle Bewerbung Berlins um Olympia 2036 - 100 Jahre nach den Spielen unter der Herrschaft der Nationalsozialisten - sieht Hörmann dagegen kritisch. Dieser Ansatz sei international wohl nur schwer vermittelbar. "Man würde automatisch vom ersten Tag an mit einem Thema konfrontiert werden, das nur sehr schwer positiv und mit emotional anziehenden Assoziationen verbunden werden kann", sagte er.

In der vergangenen Woche hatte die von Sportmanager Michael Mronz gegründete Rhein-Ruhr-Initiative in Berlin für ihren Plan geworben. 14 Kommunen und sechs Großstädte sind am Konzept beteiligt.

Konkurrenz aus Australien, Indonesien und Korea erwartet

Die Entscheidung für ein Bewerbungsverfahren liegt beim DOSB. Als mögliche internationale Konkurrenten gelten Brisbane/Australien oder Jakarta/Indonesien. Zudem steht auch eine gemeinsame Bewerbung Nord- und Südkoreas im Raum. 

Für 2012 hatten sich Düsseldorf und die Region Rhein-Ruhr beworben, waren aber bei der nationalen Entscheidung an Leipzig gescheitert, das allerdings nicht in die Endauswahl des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) kam. Die Spiele gingen letztlich an London.

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