DOSB-Präsident Hörmann: Keine Berlin-Kandidatur für 2032 - Bildquelle: PIXATHLONPIXATHLONSIDDOSB-Präsident Hörmann: Keine Berlin-Kandidatur für 2032 © PIXATHLONPIXATHLONSID

Berlin - DOSB-Präsident Alfons Hörmann hat eine Bewerbung Berlins für die Olympischen Sommerspiele 2032 definitiv ausgeschlossen. Eine Entscheidung, dass dadurch die Initiative Rhein Ruhr den Zuschlag im Falle einer deutschen Bewerbung um die Sommerspiele in zwölf Jahren erhalte, sei aber noch nicht gefallen, betonte Hörmann.

"Als Zwischenfazit lässt sich festhalten, dass eine Bewerbung von Berlin für 2032 nicht infrage kommt", sagte Hörmann dem SID: "Ob es zu einer Bewerbung mit Rhein-Ruhr 2032 kommen wird, hängt von zahlreichen weiteren offenen Punkten ab, und das werden wir wohl im Laufe der kommenden zwölf Monate endgültig zu klären haben."

Wahrscheinlich wird der Deutsche Olympische Sportbund auf seiner Präsidiumssitzung am 26. April die Lage analysieren und im Anschluss den weiteren Fahrplan festlegen. Nur wenn die "nationalen Voraussetzungen uneingeschränkt gegeben sind" und "international gute Chancen bestehen", werde man das Thema Bewerbung weiter aktiv verfolgen, so Hörmann.

Die Initiative Rhein Ruhr wertete die jüngsten Entwicklungen mit dem Aus von Berlin als positiv. "Wir freuen uns, dass unser Konzept ökologisch und ökonomisch nachhaltiger Spiele an Rhein und Ruhr den DOSB überzeugt", erklärte Michael Mronz, Gründer der Initiative.

Wichtig sei, dass das Konzept mit den Bürgern gemeinsam entwickelt werde. Dazu werden in diesem Jahr 200 Bürgerdialogveranstaltungen in NRW durchgeführt. "Im nächsten Schritt gilt es, national und dann möglicherweise international die notwendigen Hausaufgaben zu machen", so Mronz.

Düsseldorfs Oberbürgermeister Thomas Geisel sprach bereits von einer "Vorentscheidung" auf dem Weg zu einer Olympia-Bewerbung. "Wir freuen uns über die DOSB-Vorentscheidung und werden alles daran setzen, dass Olympia an Rhein und Ruhr Realität werden kann", versprach Geisel.

Das Olympia-Konzept Rhein Ruhr gilt als sehr nachhaltig und schließt 14 Städte in NRW ein, soll aber deshalb kein Olympia der langen Wege werden. Der um alle Sportstätten gezogene Radius beträgt 63 Kilometer und entspricht der Ausdehnung von Los Angeles 2028. Zu 90 Prozent sollen Sportstätten genutzt werden, die schon vorhanden sind.

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