Seehofer spricht sich gegen Olympiabewerbung 2036 aus - Bildquelle: AFPSIDKENZO TRIBOUILLARDSeehofer spricht sich gegen Olympiabewerbung 2036 aus © AFPSIDKENZO TRIBOUILLARD

Berlin (SID) - Bundesinnenminister Horst Seehofer hat sich mit aller Deutlichkeit gegen eine deutsche Bewerbung für die Olympischen Spiele 2036 und speziell gegen eine Bewerbung Berlins für die Sommerspiele in 17 Jahren ausgesprochen. 100 Jahre nach den Nazi-Spielen könne es Olympia in Deutschland nicht geben.

"Das halte ich für nicht denkbar", sagte der CSU-Politiker der FAZ. "Wir bekämen eine unsägliche internationale Diskussion und würden damit auch die olympische Idee beschädigen. Wie würde man das in der Welt sehen? Die Deutschen feiern hundertjähriges Jubiläum bezogen auf die Nazi-Olympiade? Das kann nicht sein", sagte Seehofer.

Trotz der negativen Bürgerentscheide in München, Garmisch und Hamburg hält der für den Sport zuständige Bundesminister generell eine deutsche Bewerbung für Olympische Spiele für sinnvoll. Es müsse aber eine Entkommerzialisierung von Olympia stattfinden, außerdem müssten die Anforderungen des IOC an die Sportstätten zeitgemäß gestaltet werden. "Ich habe den Eindruck, dass IOC-Präsident Thomas Bach das auf den Punkt genau erkannt hat", sagte Seehofer.

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