Johannes Vetter kämpft in Tokio um eine Medaille - Bildquelle: FIROFIROSIDJohannes Vetter kämpft in Tokio um eine Medaille © FIROFIROSID

Köln (SID) - Für Leichtathletik-Legende Klaus Wolfermann (75) ist der Olympiasieg im Speerwurf für Topfavorit Johannes Vetter (28) "kein Selbstläufer. Es gibt bei Olympischen Spielen auch immer Überraschungen", sagte Wolfermann im Interview mit der Deutschen Sporthilfe. Er selber hatte 1972 in München für eine kleine Sensation gesorgt, als mit zwei Zentimetern Vorsprung gegenüber dem favorisierten Janis Lusis Gold gewann.  

Dennoch sei Vetters Leistungsvermögen "momentan einzigartig. Er hat die richtigen Bewegungsabläufe derart automatisiert, dass er gar nicht mehr anders kann, es ist für ihn eine Selbstverständlichkeit", sagte Wolfermann: "Dazu kommen eine immense körperliche Explosivität sowie der Wille, immer über 90 Meter zu werfen. Das ist fantastisch."

Für Vetter beginnt seine Goldmission mit der Qualifikation in der Nacht zu Mittwoch (02.05 MESZ), das Finale steht dann am Samstag auf dem Programm. Aus seiner absoluten Favoritenstellung machte der Ex-Weltmeister keinen Hehl, der Druck lasse ihn kalt. "Die positive Anspannung kommt mehr und mehr", sagte Vetter, einziger 90-Meter-Werfer des Jahres und seit 18 Wettkämpfen unbesiegt: "Ich habe riesen Bock drauf."

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