Keine Angst vor Herausforderungen: Pascal Ackermann - Bildquelle: AFPSIDPHILIPPE LOPEZKeine Angst vor Herausforderungen: Pascal Ackermann © AFPSIDPHILIPPE LOPEZ

Berlin - Eine deutsche Sprint-Hoffnung, zwei Ex-Sieger auf der Jagd nach dem erneuten Gesamtsieg, dazu ein Überflieger und ein Herausforderer im Kampf um Wiedergutmachung. 176 Fahrer nehmen am Samstag in Bologna den 102. Giro d'Italia in Angriff. Der SID stellt fünf Radprofis vor, die besonders im Fokus stehen dürften.

PASCAL ACKERMANN (Kandel/Bora-hansgrohe): Der Pfälzer ist der einzige deutsche Fahrer im Feld ohne eine feste Helferrolle. Die Mission für den 25-Jährigen lautet: Etappensiege. Der sprintstarke Senkrechtstarter zählt zum Kreis der Top-Favoriten auf den Flachetappen, seine Form ist stark, zuletzt siegte er beim Maiklassiker in Frankfurt/Main. Seine erste dreiwöchige Landesrundfahrt ist für ihn eine Reise ins Unbekannte. Er habe einen "Riesenrespekt", sagte Ackermann, Angst verspürt er keine: "Es gibt genügend Leute, die mürrisch durch die Welt laufen. Ich habe die gute Laune in die Wiege gelegt bekommen." 

VINCENZO NIBALI (Italien/Bahrain-Merida): Fährt der 34-Jährige den Giro, drückt ganz Italien fest die Daumen. Zweimal (2013, 2016) hat der "Hai von Messina" den Tifosi den Gesamtsieg geschenkt, nach einem Jahr Giro-Pause peilt er nun den dritten Triumph an. Nibali wählte in der Vorbereitung auf den Giro ein ähnliches Rennprogramm wie 2016. Bei der Tour of the Alps (3. Gesamtplatz) und dem Klassiker Lüttich-Bastogne-Lüttich (8.) bewies er seine gute Form. Seine große Stunde soll in den Bergen schlagen.

TOM DUMOULIN (Niederlande/Sunweb): Dumoulin weiß, wie der Giro zu gewinnen ist. 2017 hielt er die Trofeo Senza Fine in die Höhe. In die 102. Auflage startet der Tour-Zweite mit vergleichsweise wenigen Renntagen in den Beinen, die Frische könnte sich in der schwierigen dritten Woche auszahlen. Die beiden bergigen Zeitfahren kommen Dumoulin zudem sehr entgegen. 

SIMON YATES (Großbritannien/Mitchelton-Scott): Yates weiß ganz genau, wie sich das Rosa Trikot auf den Schultern anfühlt. Im Vorjahr trug er es den Großteil des Rennens - dann verlor er die Führung wegen eines späten Leistungseinbruchs und der Wunderfahrt von Chris Froome. Dass er bei großen Landesrundfahrten siegfähig ist, bewies er später mit dem Triumph bei der Vuelta. Yates wird hochmotiviert an den Start gehen und auf die Revanche für 2018 pochen.

PRIMOZ ROGLIC (Slowenien/Jumbo-Visma): Der Ex-Skispringer ist wohl der größte Favorit. Er bringt alle Voraussetzungen für den großen Wurf mit, seine Qualitäten am Berg und im Kampf gegen die Uhr sind exzellent. Zudem besticht er durch eine herausragende Form, vor der Italien-Rundfahrt triumphierte er bei der Tour de Romandie in der Schweiz. Es bleibt aber abzuwarten, wie Roglic mit der großen Erwartungshaltung umgehen wird.

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