Frank Buschmann trifft in einer neuen Folge auf den Ski-Alpin Star Lindsey V... - Bildquelle: ranFrank Buschmann trifft in einer neuen Folge auf den Ski-Alpin Star Lindsey Vonn. © ran

Hall - Lindsey Vonn macht auf ihrem Weg zurück in den Ski-Zirkus Zwischenstopp in Österreich. Schon im November steht für die Amerikanerin das erste Weltcup-Rennen nach einer wahren Verletzungs-Odyssee an: Im Februar 2013 erlitt die US-Amerikanerin einen Kreuzbandriss im rechten Knie. Im November des gleichen Jahre riss das Band im Training erneut an. Vonn startete trotz der Verletzung im Weltcup - und bezahlte diesen Einsatz mit dem neuerlichen kompletten Riss. 

Das Ergebnis: Die 29-Jährige musste sich im Januar operieren lassen und verpasste die Olympischen Winterspiele in Sotschi 2014. Frank Buschmann nutzt nun die Gelegenheit und reist nach Österreich, um mit Lindsey Vonn über die schweren Verletzungen, den Weg zum Comeback, sowie neue Ziele und Privates zu plaudern. 

Lindsey Vonn spricht im exklusiven ran-Interview über…

… den Tag des Olympischen Abfahrtslaufs in Sotschi:

"Ich war weit weg vom Fernseher, es war ein schwieriger Tag. Ich habe mich nur auf mein Konditionstraining fokussiert, auf das nächste Ziel. Es war sehr schade für mich, dass ich nicht dabei war. Ich wusste: Wenn ich mir das anschaue, dann würde ich alles analysieren und das will ich nicht. Ich kann nicht zuschauen und sagen: Ja das war ein super Rennen! Vielleicht war es das, aber ich möchte ja selbst dabei sein."

… ihre Zukunft und die nächsten Ziele:

"Am Anfang war es schwierig zu akzeptieren, dass ich nicht in Sotschi dabei war, aber als ich das akzeptiert hatte, war mein nächstes Ziel sofort Olympia 2018. Alles ist möglich, ich muss nur gesund bleiben, aber das ist nicht so einfach."

… die Phase nach dem Kreuzbandriss:

"Die ersten zwei Monate waren sicher sehr, sehr schwierig. Aber ich habe niemals gedacht: Ok ich werde aufhören. Als ich wieder mit echter Arbeit angefangen habe, wurde es viel besser. Ich brauche das. Am Ende des Tages fühle ich: Ok ich habe gut gearbeitet."

... Unterstützung in dieser schwierigen Situation:

"Meine Familie, mein Mann, jeder hat mir geholfen. Mein Vater hat zwar gesagt: Du hast einfach alles erreicht in deiner Karriere, du musst jetzt aufhören. Aber ich habe geantwortet: Nein, das mache ich jetzt nicht. Auch das hat mir geholfen, weil ich sehr sauer auf ihn war. Aber jeder, eingeschlossen Sponsoren, hat mich unterstützt: Ok, wenn du das willst, dann kannst du das auch schaffen. Wenn du ein Athlet bist, bekommst du so eine Unterstützung nicht immer und das war für mich super."

… ihre Verletzung:

"Ich wollte in dem Moment nicht zu viel. Ich hatte in dieser Situation einfach Pech, auch der Schnee war nicht gut. Wenn ich zurückschaue, denke ich: Ich habe vergangenes Jahr nichts falsch gemacht. Trotzdem weiß ich, dass ich mit dieser Verletzung jetzt alles langsamer angehen muss. Denn sollte ich mich nochmal verletzen, dann war's das. Darum habe ich beschlossen: Ich darf kein Ziel vor Lake Louis haben!" [1. Weltcup-Rennen der Saison von 5. bis 7.12., die Redaktion] 

… den Druck im Ski-Weltcup:

"Ich denke, dass ich beim Weltcup vor zwei Jahren mehr Druck hatte, als ich jetzt haben werde, weil ich bis dahin noch nie in Amerika gewonnen hatte. Jetzt habe ich es geschafft. Jetzt bin ich der Außenseiter. Ich muss einfach nur fahren, ich habe keinen Druck."

… ihre Freundschaft mit Maria Höfl-Riesch:

"Für ein paar Jahre war es sicherlich schwierig, befreundet zu sein. Wir haben so eng um den Gesamtweltcup gekämpft und die Medien haben teilweise falsch berichtet. Dann haben wir uns auch gefragt: Magst du mich nicht, oder was ist los? Das war sicher schwierig. Aber jetzt sind wir wieder so eng befreundet, wie vorher. Ich habe ihr schon gesagt, dass sie bei meinen Rennen vorbeikommen und zuschauen soll. Für mich wird es sicher nicht einfach ohne Maria, weil sie immer dabei war. Sie war meine beste Freundin."

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