Hofft auf einen Wendepunkt: WADA-Präsident Craig Reedie - Bildquelle: AFPSIDFABRICE COFFRINIHofft auf einen Wendepunkt: WADA-Präsident Craig Reedie © AFPSIDFABRICE COFFRINI

Montreal - Im verfahrenen Streit zwischen der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) und Russland könnte es zu einer Annäherung kommen. Die wegen des Doping-Skandals in Verruf geratene Sport-Großmacht soll in einem Brief an die WADA die bisher größten Zugeständnisse gemacht haben. Die öffentliche Anerkennung des McLaren-Reports, der Russland ein institutionalisiertes Dopingsystem attestierte, ist Voraussetzung für die Wiederaufnahme der russischen Anti-Doping-Agentur RUSADA.

Bisher hatte Russland jegliches Eingeständnis vehement abgelehnt, die Positionen sind seit langer Zeit verhärtet. Wegen der weiterhin bestehenden Suspendierung der RUSADA bleiben auch die russischen Leichtathleten und Behindertensportler aus ihren Weltverbänden IAAF beziehungsweise IPC ausgeschlossen.

Genaue Inhalte nicht bekannt

"Ich hoffe, es ist ein Wendepunkt", sagte WADA-Präsident Craig Reedie laut dem Branchendienst insidethegames.com: "Auf den ersten Blick kommen sie der Anerkennung näher, dass es einen Fehler gegeben hat."

Der genaue Inhalt des Briefes ist öffentlich nicht bekannt. Allerdings ist er angeblich so stark, dass sich Vertreter des organisierten Sports beim WADA-Meeting in Montreal für eine provisorische Wiederaufnahme der RUSADA ausgesprochen haben sollen.

Die RUSADA war im November 2015 wegen massiver Verstöße gegen die Anti-Doping-Richtlinien von der WADA als "non-compliant" (nicht regelkonform) eingestuft worden. Als Voraussetzung für eine Wiederaufnahme hatte die WADA unter anderem die öffentliche Anerkennung des McLaren-Reports sowie den Zugang zu weiteren Dopingproben im Moskauer Labor gefordert.

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