Brief-Affäre im DOSB erfordert Aufklärung - Bildquelle: AFPSIDPATRIK STOLLARZBrief-Affäre im DOSB erfordert Aufklärung © AFPSIDPATRIK STOLLARZ

Berlin (SID) - Veronika Rücker, Vorstandsvorsitzende des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), hat in der Brief-Affäre eine gründliche Aufklärung angekündigt. "Das anonyme Schreiben, das in der vergangenen Woche öffentlich wurde, hat uns im DOSB-Führungsteam und auch mich persönlich sehr betroffen gemacht", sagte Rücker in einer Mitteilung vom Mittwoch. Am vergangenen Donnerstag hatte ein anonym versendeter und angeblich aus der DOSB-Belegschaft stammender Offener Brief mit Vorwürfen gegen DOSB-Präsident Alfons Hörmann für Aufregung im deutschen Sport gesorgt. 

"Die dort formulierten Vorwürfe beschäftigen uns seitdem unentwegt", so Rücker weiter: "Es ist uns ein wichtiges Anliegen, diese Vorwürfe vollumfänglich aufzuklären und die daraus notwendigen Konsequenzen zu ziehen." In dem Brief ist von fehlendem Respekt und Fairplay gegenüber Verbandsangestellten die Rede. Unter Hörmanns Führung habe sich im DOSB "eine Kultur der Angst" etabliert, hieß es in dem Schreiben. Vorstand und Präsidium hatten sich am Tag danach eindeutig hinter Hörmann gestellt und diesem das Vertrauen ausgesprochen. 

Aktuell beschäftigt sich die unabhängige Ethik-Kommission des DOSB unter Vorsitz des früheren Bundesinnenministers Thomas de Maiziere mit dem Fall. "Zudem werden wir einen internen Prozess der Aufklärung, Aufarbeitung und der daraus notwendigen Veränderungen initiieren", sagte Rücker: "Präsidium und Vorstand sehen sich hier gemeinsam in der Verantwortung. Wir möchten, dass alle Mitarbeitenden im DOSB die Arbeitsatmosphäre als wertschätzend, unterstützend und motivierend wahrnehmen."

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