RUSADA-Präsident fordert weitreichende Veränderungen - Bildquelle: AFPSIDKIRILL KUDRYAVTSEVRUSADA-Präsident fordert weitreichende Veränderungen © AFPSIDKIRILL KUDRYAVTSEV

Köln (SID) - Juri Ganus, Präsident der russischen Anti-Doping-Agentur RUSADA, hat erneut weitreichende Veränderungen in seinem Heimatland gefordert. "Die alten Funktionäre in Ministerien und Sportverbänden müssen weg, sonst ändert sich nie etwas", sagte Ganus dem Nachrichtenmagazin Der Spiegel. Es gebe zwar integre Amtsträger, Trainer und Sportler, doch die hätten kaum etwas zu melden. Ganus hatte in den vergangenen Monaten immer wieder Missstände angeprangert, wegen der Kritik werde er in Russland verleumdet und bedroht, sagte er nun.

Derzeit steht Russland wegen mutmaßlich manipulierter Daten im Moskauer Kontrolllabor erneut in der Kritik. Das Verfahren der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) gegen die RUSADA soll noch in diesem Jahr beendet werden. Die Sanktionsmöglichkeiten reichen bis zu einem Ausschluss russischer Athleten von Großereignissen wie den Olympischen Sommerspielen in Tokio.

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