Hauke droht eine Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren. - Bildquelle: imagoHauke droht eine Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren. © imago

Köln - Sieben Monate nach der "Operation Aderlass" bei der Nordischen Ski-WM in Seefeld hat die Innsbrucker Staatsanwaltschaft Anklage wegen Sportbetrugs gegen zwei österreichische Athleten erhoben. Dem Langläufer Max Hauke, der bei der Razzia in Seefeld mit einer Bluttransfusion im Arm ertappt worden war, droht eine Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren.

Der Ex-Radsportler Stefan Denifl, der im Zuge der Ermittlungen gegen den Erfurter Sportmediziner Mark S. ins Visier der Behörden geraten war, könnte wegen gewerbsmäßigem schweren Sportbetrugs verurteilt werden. Er steht im Verdacht, durch Blutdoping und die Einnahme von Wachstumshormonen von seinen Geldgebern zu Unrecht 500.000 Euro erhalten zu haben. Laut Staatsanwaltschaft war Denifl "umfassend geständig".

Dopingnetzwerk offengelegt

Die "Operation Aderlass" hatte das Dopingnetzwerk des Mediziners Mark S. offengelegt. Als Kronzeuge fungierte der frühere österreichische Langläufer Johannes Dürr, der sich damit selbst belastete und mittlerweile als Wiederholungstäter lebenslang gesperrt worden ist. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Innsbruck gegen Dürr und gegen Langläufer Dominik Baldauf, der wie Hauke in Seefeld festgenommen worden war, sind noch nicht abgeschlossen.

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