Pound fordert mehr Strenge im Anti-Doping-Kampf - Bildquelle: AFPSIDJUSTIN TALLISPound fordert mehr Strenge im Anti-Doping-Kampf © AFPSIDJUSTIN TALLIS

Kattowitz (SID) - WADA-Gründungspräsident Richard Pound hat ein härteres Durchgreifen im Anti-Doping-Kampf gefordert und den Umgang des Leichtathletik-Weltverbandes IAAF mit dem Russland-Skandal gelobt. "Das geht nun schon seit fünf Jahren, und sie dürfen immer noch nicht teilnehmen. So müssen die Dinge laufen", sagte Pound, der die Welt-Anti-Doping-Agentur von 1999 bis 2007 führte, der Nachrichtenagentur AFP: "Wir müssen härter sein. Wenn man die Regeln kennt und sie nicht einhält, dann ist man suspendiert."

Die IAAF schloss den russischen Verband RUSAF im November 2015 wegen des institutionalisierten Dopingsystems aus und verlängerte die Sperre bisher mehrmals. Russische Leichtathleten dürfen nur als "Neutrale Athleten" und nach eingehender Prüfung international an den Start gehen. Die WADA nahm die russische Anti-Doping-Agentur RUSADA trotz Kritik im vergangenen Jahr wieder auf. Allerdings eröffnete sie im September ein Verfahren wegen angeblich manipulierter Daten aus dem Moskauer Kontrolllabor. 

Unzufrieden ist Pound zudem mit den Unterschieden zwischen Sportarten, insbesondere mit Ausnahmen bei den Mannschaftssportarten wie Fußball. "Nach einem Fußballspiel werden zwei Spieler für die Tests ausgelost. Und nur wenn beide positiv getestet werden, können wir die Mannschaft ins Visier nehmen. Das ist eine Lotterie", sagte er: "Man kann einen einzelnen Spieler sperren, wenn er positiv getestet wird. Aber das hat keinen Effekt auf den Ausgang des sportlichen Wettbewerbs. Das Spiel ist nicht verloren, wie es beispielsweise bei einer Staffel in der Leichtathletik passiert."

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