Sportpolitik

Spanische Regierung stimmt Gesetzentwurf für härtere Dopingstrafen zu

Die spanische Regierung hat Grünes Licht für einen Gesetzentwurf gegeben, damit die Anti-Doping-Maßnahmen den Standards der WADA angepasst werden.

17.02.2017 18:57 Uhr / SID
Härtere Dopingstrafen: Spaniens Justiz stimmt zu
Härtere Dopingstrafen: Spaniens Justiz stimmt zu © FIROFIROSID

Madrid (SID) - Die spanische Regierung hat am Freitag Grünes Licht für einen Gesetzentwurf gegeben, damit die Anti-Doping-Maßnahmen des Landes den Standards der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) angepasst werden. Die WADA hatte im März 2016 Spaniens Anti-Doping-Agentur AEPSAD für "nicht konform" erklärt. "Mit der Verabschiedung dieses Gesetzes ist Spanien in der Lage, den nicht konformen Status mit dem WADA-Code umzukehren", hieß es in einer AEPSAD-Erklärung.

Der Gesetzentwurf muss noch vom Parlament verabschiedet werden. Ein wichtiger Bestandteil des neuen Gesetzes ist, dass die Strafe für Dopingsünder von zwei auf vier Jahre erhöht wird. Der Verjährungsfrist für Dopingvergehen soll von acht auf zehn Jahre ansteigen. Zudem sollen künftig auch Ärzte, Trainer und Teamchefs bei einer Mithilfe suspendiert werden können.

Anfang der Woche hatte die WADA Alarm geschlagen und auf Missstände im spanischen Anti-Doping-Kampf hingewiesen. So wurden im spanischen Fußball seit knapp einem Jahr keine vernünftigen Dopingproben mehr genommen.

In die Situation geraten war Spanien durch die Politik. Die Querelen um die Regierungsbildung, die nach rund zehn Monaten erst im vergangenen Herbst durchgeführt werden konnte, verhinderten die Verabschiedung von Reformen und Gesetzen, die Neuerungen des WADA-Codes in die Statuten des Landes implementiert hätten.

Weitere Sport-News

Galerien

Galerie

Volleyball

Volleyball-Supercup

Tipps aus der ProSiebenSat1-Welt

SOS-Kinderdorf

Facebook

Twitter