Dagmar Freitag kritisiert Angeklagten Mark S. - Bildquelle: AFPSIDPETER KNEFFELDagmar Freitag kritisiert Angeklagten Mark S. © AFPSIDPETER KNEFFEL

Köln - Die Sportausschuss-Vorsitzende Dagmar Freitag hat den Hauptangeklagten Mark S. nach dessen Geständnis im Dopingprozess kritisiert. "Mark S. gesteht, was offenbar ohnehin nicht zu leugnen ist. Und bestreitet den Rest", sagte die SPD-Politikerin dem "SID".

Die Erklärung des Erfurter Sportmediziners vor dem Landgericht München II am Dienstag habe sie mit "weitgehender Fassungslosigkeit" aufgenommen. "Doping aus 'Faszination und Liebe zum Sport' - darauf muss man erst mal kommen. Wenn er den Sport tatsächlich lieben würde, hätte er reinen Tisch gemacht, alle Involvierten benannt und Reue über den Verrat an den sauberen Athletinnen und Athleten gezeigt."

Schutzbehauptung von Mark S.?

Mark S., dem eine mehrjährige Haftstrafe droht, hatte in der von seinen Anwälten verlesenen Erklärung behauptet, nicht aus finanziellen Motiven gehandelt zu haben. Freitag hält dies für nicht überzeugend. "Altruistische Motive wären in der Szene ja mal etwas ganz Neues. Ich denke, dass er damit den juristisch relevanten Tatbestand der 'Gewerbsmäßigkeit' vom Tisch schaffen will", sagte sie.

Die Erklärung des Hauptangeklagten, er habe immer darauf geachtet, die Gesundheit der Sportler nicht zu gefährden, hält die Sportpolitikerin für eine Schutzbehauptung: "Nach allem, was man bislang gelesen hat, hat er Methoden angewandt, die unter medizinischen Gesichtspunkten mindestens fragwürdig waren."

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