Modifizierung des Sport-Konjunkturpakets wird gefordert - Bildquelle: FIROFIROSIDModifizierung des Sport-Konjunkturpakets wird gefordert © FIROFIROSID

Berlin (SID) - Die fünf großen Mannschaftssportarten haben eine Modifizierung des 200 Millionen Euro schweren Sport-Konjunkturpakets der Bundesregierung angeregt. Die fünf Ligen und Verbände aus Basketball, Handball, Eishockey, Fußball und Volleyball sprachen sich am Donnerstag in einer Videokonferenz für die Anhebung der Hilfs-Obergrenze pro Klub von 800.000 Euro auf eine Million und die Verlängerung der Antragsfrist bis Juni 2021 aus. Dies berichtete Andreas Michelmann, Sprecher für das Interessenbündnis "Teamsport Deutschland", dem SID.

"Das ist das, was wir brauchen, damit unsere Profiligen überstehen", sagte Michelmann, der auch Präsident des Deutschen Handballbundes (DHB) ist. Wie das Bundesinnenministerium dem SID mitteilte, seien bis zum 19. Oktober 25.651.483,64 Euro angefordert und davon erst 7.435.505,46 Euro bewilligt worden. Michelmann sagte jedoch, dass der Großteil der Vereine die Hilfen beantragt hat oder dies noch plane.

Probleme, so Michelmann, gäbe es in der Beantragung vor allem bei Fußball-Drittligisten und im Eishockey. Jene kämen aufgrund ihres Geschäftsmodells teils nicht infrage, "obwohl jeder weiß, dass es im Profisport normal ist, dass du am Ende der Saison dein Budget geleert hast und es sich zum Beginn der nächsten Saison wieder füllt", so Michelmann. So gelte laut Michelmann auch für diese Klubs die EU-Richtlinie, die besagt, "dass du keine Unternehmen unterstützen darfst, die ansonsten wirtschaftlich gefährdet sind. Das passt auf viele nicht eins zu eins."

Ebenso führe seiner Aussage zufolge die Tatsache, dass Klubs derzeit nicht mehr als die 800.000 Euro beantragen dürfen, zu der vergleichsweise niedrigen Summe von rund 25,6 Millionen Euro. "Wenn so ein Eishockey-Klub oder ein Drittligist einen Verlust bei den Zuschauereinnahmen von 7,6 Millionen hat, aber nur 800.000 Euro beantragen kann, ist klar, dass es in der Addition dazu führt, dass nicht 200 Millionen abgerufen werden sondern nur 50 oder 60", sagte er. Derzeit läuft die Frist zur Beantragung noch bis 31. Oktober. Michelmann sagte bis dahin eine Steigerung bei den gestellten Anträgen voraus: "Das steigt schon substanziell an."

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