Putin: Russland-Sperre "politisch motiviert" - Bildquelle: POOLPOOLSIDCHARLES PLATIAUPutin: Russland-Sperre "politisch motiviert" © POOLPOOLSIDCHARLES PLATIAU

Köln - Russlands Staatspräsident Wladimir Putin hat die verhängte Vierjahressperre durch die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) gegen sein Land wegen manipulierter Doping-Daten als "politisch motiviert" bezeichnet. Die Sperre "widerspreche", so Putin, der Olympischen Charta. 

"Dem russischen Olympischen Komitee ist nichts vorzuwerfen. Und wenn diesem Komitee kein Vorwurf gemacht wird, sollte das Land an Wettbewerben unter seiner eigenen Flagge teilnehmen", erklärte Putin am späten Montagabend am Rande des Ukraine-Gipfels in Paris.

Russland darf nach dem am Montag verkündeten WADA-Beschluss als Nation unter anderem nicht an den beiden kommenden Olympischen Spielen in Tokio 2020 und Peking 2022 sowie der Fußball-WM in Katar 2022 teilnehmen.

WADA-Urteil: Russland hat 21 Tage Zeit für Einspruch gegen Urteil

Die Sanktionen umfassen einen ganzen Strafenkatalog, russische Sportler dürfen aber bei sportlichen Großereignissen unter bestimmten Voraussetzungen als "neutrale Athleten" starten. 

Russland hat 21 Tage Zeit, Einspruch gegen das WADA-Urteil einzulegen. Dann würde der Internationale Sportgerichtshof CAS eine Entscheidung fällen.

Ähnlich wie Putin hatte sich zuvor bereits Premierminister Dimitri Medwedew geäußert und von einer "Fortsetzung der bereits chronisch gewordenen antirussischen Hysterie" gesprochen. Gleichzeitig hatte Medwedew eingeräumt, dass es in Russland "erhebliche" Probleme mit Doping gebe: "Es ist unmöglich, dies zu leugnen."

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