- Bildquelle: AFPSIDTHOMAS KIENZLE © AFPSIDTHOMAS KIENZLE

Oeiras - Cedrik-Marcel Stebe (26) hat dem ersatzgeschwächten deutschen Davis-Cup-Team den Klassenerhalt in der Weltgruppe ein gutes Stück näher gebracht. Der Linkshänder aus Vaihingen/Enz sorgte im Clube de Ténis do Jamor von Oeiras für die überraschende 1:0-Führung der Gäste. Stebe schlug den portugiesischen Spitzenspieler Joao Sousa nach 2:36 Stunden 4:6, 6:3, 6:3, 6:0.

 

Probleme im ersten Satz

Zu Beginn der Partie war noch vieles gegen die deutsche Nummer zwei gelaufen. Während Boris Becker, der in seiner Funktion als Head of Men's Tennis erstmals die Auswahl des Deutschen Tennis Bundes (DTB) betreut, Jan-Lennard Struff (Warstein) auf dessen Einsatz vorbereitete, lag Stebe mit Satz und Break in Rückstand. Erst als Becker in der deutschen Box auftauchte, drehte sich bei böigem Wind das Match, das nur 500 Zuschauer verfolgten - darunter 50 Anhänger aus Deutschland.

Stebe war wie Yannick Hanfmann (Karlsruhe) und Doppelspieler Tim Pütz (Frankfurt) nur durch die Absagen der Top-Spieler Alexander Zverev, Mischa Zverev und Philipp Kohlschreiber ins Team gerutscht. Fünf Jahre nachdem Stebe dem DTB mit einem Sieg über Australiens ehemaligen Weltranglistenersten Lleyton Hewitt die Klasse der besten 16 Tennis-Nationen gesichert hatte, feierte er ein beeindruckendes Comeback.

Zu viel Druck für Sousa

Portugals einzigem Top-100-Spieler Joao Sousa war der Druck anzumerken, der auf ihm lastet. Die Chance, sein Land erstmals in der Geschichte des Davis Cup in die Weltgruppe zu führen, lähmte die Nummer 57 der Weltrangliste, nach einem Wutausbruch im dritten Satz kassierte Sousa eine Verwarnung. Stebe spielte dagegen mit dem Selbstvertrauen auf, das er nach seiner Verletzungsmisere durch zwei Titel auf der zweitklassigen Challenger-Tour gesammelt hatte. Mittlerweile ist er wieder auf Platz 90 des Rankings geklettert.

Das DTB-Team hatte im Februar in Bestbesetzung mit den Zverev-Brüdern, Kohlschreiber und Struff überraschend gegen Belgien verloren und war so in Abstiegsgefahr geraten. Becker gelang es nicht, die Führungsspieler für den Davis Cup zu begeistern. Dank Stebe wächst dennoch der Glaube an ein weiteres Jahr in der Weltgruppe, da weder Pedro Sousa im zweiten Einzel noch Gastao Elias oder Joao Domingues zur absoluten Weltklasse gehören.

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