ran-Experte Nicolas Kiefer - Bildquelle: imago sportfotodienstran-Experte Nicolas Kiefer © imago sportfotodienst

Maria Scharapowa ist nicht nur das absolute Aushängeschild des russischen Tennisverbandes, sondern natürlich auch des Fed-Cup-Teams – obwohl sie angeblich gar nicht mit ihren Mannschaftskolleginnen zurechtkommt. In Sotschi hätte sich absolut alles auf sie konzentriert und fokussiert. Es wäre also ein Vorteil für uns gewesen, wenn sie gespielt hätte. Zumal Sand ihr schwächster Belag ist. Doch nun kommt es eben anders.

Und das ist gefährlich für unsere Mädels. Denn im russischen Team werden nun die anderen Spielerinnen ihre Chance wittern, sich in den Vordergrund zu spielen. Vor allem Svetlana Kuznetsova. Sie ist für mich eine Ballmaschine, die sich jederzeit in einen richtigen Rausch spielen kann. Svetlana hat viele Jahre in Spanien gelebt und hat das perfekte Sandplatz-Tennis von klein auf vermittelt bekommen.

Zuschauer in Sotschi können große Rolle spielen

Außerdem können auch die Zuschauer in der Adler Arena in Sotschi eine große Rolle spielen. Es wird bestimmt sehr laut und hitzig werden. Also noch eine deutliche Spur härter als beim vergangenen Fed-Cup-Finale in Prag gegen Tschechien vor ein paar Monaten. Und schon dort war die Stimmung sehr aufgeheizt, aber zumindest immer fair.

Vielleicht helfen aber genau diese Erfahrungen von Prag 2014 der deutschen Mannschaft nun im bevorstehenden Halbfinale gegen Russland in der ausverkauften Adler Arena weiter. Es wird vor allem darauf ankommen, dass Barbara Rittner ihre Mannschaft mental richtig gut auf dieses Wochenende vorbereitet. In den Einzeln haben wir aus meiner Sicht definitiv immer unsere Chancen, das Doppel sehe ich jedoch klar bei den Russen.  

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