Tischtennis

Boll: "Chinesen haben Probleme mit dem neuen Ball"

Rekordeuropameister Timo Boll hat eine Erklärung für die aktuelle Schwächephase der chinesischen Tischtennisstars um Weltmeister Ma Long gefunden.

13.11.2017 18:37 Uhr / SID
Boll verlor im Finale der German Open gegen Ovtcharov
Boll verlor im Finale der German Open gegen Ovtcharov © AFPSIDPATRIK STOLLARZ

Essen (SID) - Rekordeuropameister Timo Boll hat eine Erklärung für die aktuelle Schwächephase der chinesischen Tischtennisstars um Weltmeister Ma Long gefunden. "Sie haben momentan große Probleme mit dem neuen Ball. Sie sagen es sogar selber", sagte der 36-Jährige den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Dienstagausgabe).

Boll hatte am Sonntag im Finale der German Open in Magdeburg gegen seinen Nationalmannschafts-Kollegen Dimitrij Ovtcharov verloren. Zuvor hatten die beiden besten deutschen Spieler jeweils einen chinesischen Topmann ausgeschaltet. Jüngst war Boll beim Weltcup in Lüttich auch ein Erfolg gegen Ma geglückt.

"Da das Thema Material-Doping für mich immer noch nicht vom Tisch ist, ist es schön, dass durch die Verbesserung des Balls das Niveau endlich wieder angeglichen wird", sagte Timo Boll. Er hatte zuletzt immer wieder kritisiert, dass die Chinesen ihre Beläge mit nicht nachvollziehbaren Methoden verbessern, um die Katapultwirkung bei ihren Topspin-Bällen zu verstärken.

Boll ist sich sicher, dass der derzeit überragende Dimitrij Ovtcharov bald auch die Nummer eins der Welt wird. "Dima hat in letzter Zeit alles gewonnen ? darunter den World Cup ? er würde zu recht ganz oben stehen", sagte der Star von Rekordmeister Borussia Düsseldorf. Er habe "allergrößten Respekt" vor Ovtcharovs Leistung, erklärte Boll, der selbst früher einmal die Weltrangliste angeführt hatte.

Boll kritisierte im gleichen Zug die 2018 in Kraft tretende Neuregelung des Rankings. "Da werden vor allem die belohnt, die viel spielen", sagte Boll. Es werde "nicht mehr unterschieden, ob man gegen einen Spitzenspieler oder die Nummer 200 der Welt gewinnt. Wenn der Weltverband das durchzieht, wird das zu kuriosen Situationen führen: zum Beispiel, wenn es darum geht, wer sich über die Weltrangliste für Olympia qualifiziert."

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