WM: Timo Boll sorgte für 54. deutsche Podestplatzierung - Bildquelle: AFP/GETTY SID/TIM WARNERWM: Timo Boll sorgte für 54. deutsche Podestplatzierung © AFP/GETTY SID/TIM WARNER

Köln (SID) - Fünf Goldmedaillen und 49 weitere Podestplätze stehen für das deutsche Tischtennis in der 95-jährigen WM-Historie nach den Einzel-Titelkämpfen in Houston/Texas zu Buche. Europameister Timo Boll (Düsseldorf) sorgte in den USA durch Bronze im Einzel mit dem Altersrekord von 40 Jahren und 264 Tagen für die insgesamt 54. Podestplatzierung.

Den bislang letzten WM-Titel für den Deutschen Tischtennis-Bund (DTTB) gewannen der heutige Herren-Bundestrainer Jörg Roßkopf und Steffen Fetzner vor 32 Jahren. Das Duo triumphierte bei der Heim-WM 1989 in Dortmund im Doppel. Der legendäre Erfolg ist das bislang einzige WM-Gold im Herren-Bereich und zudem auch in der gesamten Nachkriegsgeschichte. 

Die bislang letzte WM-Medaille vor Bolls Podestplatz in Houston hatten Europe-Top-16-Sieger Patrick Franziska und Europameisterin Petrissa Solja bei der Einzel-WM 2019 in Budapest durch Bronze im Gemischten Doppel geholt. In den Mannschafts-Turnieren eroberte zuletzt das Herren-Team 2018 im schwedischen Halmstad durch Silber einen Platz auf einem WM-Podium.

Den ersten WM-Titel für Deutschland gewannen 1929 in Budapest Erika Metzger und Mona Rüster im Doppel. Danach triumphierte die deutsche Damen-Mannschaft 1934 in Paris. Fünf Jahre später in Kairo holten die DTTB-Damen im Team-Wettbewerb und im Doppel durch Hilde Bussmann und die gebürtige Österreicherin Trude Pritzi zwei weitere Goldmedaillen.

Der medaillenträchtigste WM-Wettbewerb ist bisher das Mannschafts-Turnier der Herren mit elf Podestplätzen. Im Damen-Doppel stehen zehn WM-Medaillen in der Statistik und im Mixed neun. Frauen holten im Einzel bislang acht WM-Medaillen und standen in Team-Wettbewerben siebenmal auf WM-Podesten. Bei den Herren gewannen im Einzel siebenmal deutsche Spieler eine Medaille und im Doppel insgesamt zweimal.

Die meisten Medaillen aller DTTB-Spieler in der WM-Geschichte seit 1926 bei den Herren sammelte Boll mit sechsmal Silber (Doppel 2005 und fünfmal mit der Mannschaft) sowie dreimal Bronze (Mannschaft 2006 sowie Einzel 2011 und 2021).

Der ehemalige WM-Zweite Eberhard Schöler folgt mit sieben WM-Medaillen. Hinter Boll und Schöler rangieren Roßkopf sowie Bolls Ex-Doppelpartner Christian Süß mit jeweils fünf Podestplatzierungen gemeinsam auf dem dritten Platz der deutschen WM-Medaillengewinner.

Erfolgreichster "Medaillenhamster" in der DTTB-Geschichte bei WM-Turnieren ist allerdings Astrid Krebsbach. Die gebürtige Wienerin gewann vor dem Zweiten Weltkrieg den Mannschaftstitel 1934 sowie acht weitere Medaillen.

In der Nachkriegsgeschichte ist Solja im Damen-Bereich mit zwei WM-Medaillen die meistdekorierte DTTB-Aktive. Außer 2019 mit Franziska hatte die Top-20-Spielerin schon bei der vorherigen Heim-WM 2017 in Düsseldorf mit dem Chinesen Fang Bo ebenfalls Bronze im Mixed gewonnen. Die einzige WM-Medaille für eine Deutsche im Einzel nach dem Krieg holte Gabriele Geißler 1969 in München für die ehemalige DDR mit Silber.

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