Timo Boll wartet auf den Neustart - Bildquelle: PIXATHLONPIXATHLONSIDTimo Boll wartet auf den Neustart © PIXATHLONPIXATHLONSID

Köln - In der Zwangspause der Tischtennis-Bundesliga wegen der Corona-Pandemie fühlt sich Deutschlands Idol Timo Boll inzwischen wie ein Herdentier. "Wie ein Schaf, dass der Herde einfach folgt, abwartet und sich unterordnet", sagte der Rekord-Europameister im Interview mit dem "WDR". Um eine Sonderregelung für eine Trainingsmöglichkeit hat er sich noch nicht bemüht. "Man versucht, vorbildlich zu sein und zu Hause zu bleiben", sagte der 39-Jährige.

Seit dem letzten Ligaspiel hat er seinen Schläger "nicht mehr in der Hand gehabt". Er habe zu Hause nur eine Gartenplatte, "aber auf der kann man ja nicht professionell trainieren", so Boll. Die Nummer eins des deutschen Rekordmeisters Borussia Düsseldorf will sich nun aber doch "irgendwie eine Platte organisieren, man sollte ja nicht einrosten." Die Bundesliga hat ihren Spielbetrieb zunächst bis zum 17. April ruhen lassen.

Boll hält Olympia-Verschiebung für richtig

Die Verschiebung der Olympischen Spiele in Tokio ins kommende Jahr ist für ihn "auf jeden Fall richtige Entscheidung". Bolls Begründung: "In diesem Jahr wäre der Grundgedanke des Fairplays, für den ja auch die Olympischen Spiele stehen, nicht gegeben. In vielen Ländern wird durchtrainiert, in China und Japan. In anderen Ländern ist Stillstand."

Auch im kommenden Jahr würde Timo Boll nichts an den Zielen für seinen letzten Olympia-Auftritt ändern, einer Medaille mit der Mannschaft und im Einzel. "Ich werde zwar älter und die Karriere geht nicht unendlich. Aber ich bin guter Dinge, dass die Ziele die gleichen bleiben", sagte der deutsche Fahnenträger bei den Sommerspielen 2016 in Rio de Janeiro.

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