Möglicherweise kämpft Khabib am 7. September in Abu Dhabi - Bildquelle: imago sportfotoMöglicherweise kämpft Khabib am 7. September in Abu Dhabi © imago sportfoto

München – Wird Khabib Nurmagomedov nie wieder in Las Vegas kämpfen? Der UFC-Champion ließ über seinen Manager mitteilen, dass er genug von Nevada habe, nachdem er und seine Teamkollegen von der Box-Kommission des Staates so hart bestraft wurden.

Die Kommission hatte am Dienstag nach mehrmonatiger Beratung und einer außergerichtlichen Einigung mit den Anwälten der verschiedenen Lager die Strafen für die Ausschreitungen nach UFC 229 verhängt. Conor McGregor wird rückwirkend für sechs Monate gesperrt und muss 50.000 Dollar bezahlen.

Khabib Nurmagomedov wird rückwirkend für neun Monate gesperrt, die er um drei Monate reduzieren kann, so er eine Auflage erfüllt. Zudem muss er 500.000 Dollar, ein Viertel seiner Kampfgage, abgeben.

Schlimmer als die eigene Strafe ist für den Dagestaner aber die Bestrafung seiner beiden Teamkameraden Zubaira Tukhugov und Abubakar Nurmagomedov. Die beiden müssen ein Jahr zuschauen und jeweils 25.000 Dollar bezahlen. Der "Eagle" kündigte bereits an, erst nach Ablauf ihrer Sperren wieder zu kämpfen. Das Comeback findet also frühestens am 6. Oktober 2019 statt.

Nurmagomedov zettelte wilde Schlägerei an

Rückblende zum 6. Oktober 2018: Wenige Sekunden, nachdem Khabib Nurmagomedov seinen irischen Erzrivalen in der vierten Runde zur Aufgabe gebracht hat, springt er über den Zaun und geht auf die Betreuer von McGregor los. Es entsteht ein großer Tumult und plötzlich stürmen mehrere Personen in Richtung der Betreuer des Iren.

Auch McGregor selbst springt irgendwann auf den Zaun und will seinen Betreuern zu Hilfe eilen. Auf dem Käfig sitzend, schlägt er nach Nurmagomedovs Teamkollegen, wird anschließend vom Zaun herunter gezogen und dann im Käfig von den Teamkameraden des Dagestaners hinterrücks attackiert.

Erst nach Minuten kann die Angelegenheit von Sicherheitsleuten und Polizisten wieder beruhigt werden, nachdem es auch auf den Rängen zu weiteren Auseinandersetzungen kommt. Die Kommission reagiert mit Sperren und der Einbehaltung von Teilen von Nurmagomedovs Gage.

Nun ist das juristische Nachspiel der Angelegenheit beendet und die Kämpfer können sich auf ihre Zukunft konzentrieren. Vielleicht sogar auf die gemeinsame.

Trash Talk soll bestraft werden

Bereits seit Langem wird auf einen Rückkampf der beiden spekuliert, schließlich war UFC 229 der finanziell erfolgreichste Event der UFC-Geschichte. Bis es soweit ist, müssen sich Fans allerdings noch gedulden. Die freiwillige Pause von Nurmagomedov bis Oktober hat aber für die UFC auch etwas Gutes.

Denn einen direkten Rückkampf hat Khabib Nurmagomedov bereits ausgeschlossen. Doch sollte sich Conor McGregor in einem Duell gegen einen weiteren Top-Herausforderer durchsetzen und sich sportlich für einen Titelkampf qualifizieren, könnte der Champion nur wenige Argumente gegen ein erneutes Duell mit dem Iren vorbringen, zumal er gut daran verdienen könnte.

Und die Kommission gab dem Team des Iren, der seine Anwälte zur Anhörung schickte, eine Warnung mit. Sollte er ein weiteres Mal eine Grenze beim Trash Talk überschreiten, wie er es vor UFC 229 tat, könnte auch das weitere Strafen der Kommission nach sich ziehen.

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