Coach John Kavanagh glaubt nicht an eine schnelle Rückkehr von Conor McGrego... - Bildquelle: Getty ImagesCoach John Kavanagh glaubt nicht an eine schnelle Rückkehr von Conor McGregor © Getty Images

München - "Ob Conor im Ruhestand ist?", wurde Kavanagh jüngst in einem Chat mit MMA-Fans befragt. "Soweit ich das beurteilen kann, ja. Das hat er doch gesagt, oder?"

Hoffnungen, dass der Trainer den Iren eventuell zum weiterkämpfen überzeugen könne, solle man sich ebenfalls abschminken. "Ich kann Conor zu gar nichts überreden", antwortete Kavanagh auf die Bitte eines Fans.

McGregor hatte Anfang Juni seinen Rücktritt verkündet, nachdem er seinen Wunsch-Kampf nicht erhalten und es satthabe, dass die UFC in Verhandlungen immer wieder die Muskeln spielen lassen würde.

Dass Fans an der Ernsthaftigkeit zweifeln, liegt daran, dass es bereits der dritte Rücktritt in der Karriere McGregors ist. Bereits vor seinen Kämpfen gegen Nate Diaz und Donald Cerrone hatte McGregor seinen Rücktritt angekündigt.

Beim ersten Mal weigerte er sich, eine internationale Werbe-Tournee anzutreten. Beim zweiten Mal versuchte der Ire, Anteile an der UFC für sich herauszuschlagen. Auch beim dritten Rücktritt könnte es sich um einen Bluff handeln, immerhin hatte McGregor in den Wochen zuvor noch Kämpfe gegen Justin Gaethje und Khabib Nurmagomedov gefordert.

Kavanagh: Kampf gegen Gaethje stand beinahe fest

Der endgültige Auslöser soll die Weigerung der UFC gewesen sein, McGregor gegen den frischgebackenen Interims-Champion Justin Gaethje zu stellen. Der Amerikaner hatte als kurzfristiger Ersatzkämpfer im Mai den Interims-Titel und damit die Chance gegen Khabib Nurmagomedov gewonnen.

McGregor, der seit anderthalb Jahren eine Revanche gegen den Dagestanter will, hatte gehofft, sich ins Titelrennen des Leichtgewichts zu drängen und über einen Sieg gegen Gaethje seinen Rückkampf zu erhalten. Laut Kavanagh stand die UFC sogar kurz davor, McGregors Wunsch nachzugeben.

"Wir waren nah dran", sagte Kavanagh. "Es ist traurig, dass es nicht zustande kommt. Wenn uns das Coronavirus und die ganzen anderen Sachen auf der Welt nicht dazwischengekommen wären, glaube ich, dass wir in den nächsten Wochen gekämpft hätten, wenn sich die Dinge nicht so entwickelt hätten. Jetzt stehen wir da und können nur spekulieren."

Gaethje besiegte im Mai Tony Ferguson in Florida. Dabei lieferte sich das Highlight fünf Runden lang einen Schlagabtausch im Stand und verzichtete erneut darauf, sein Ringen einzusetzen. Kein Wunder, dass das McGregor-Lager gute Chancen für den Iren sah.

"Es wäre der beste Kampf, den ich mir vorstellen kann, sein Stil passt sehr gut zu Conor", so Kavanagh weiter. "Gaethje geht immer nach vorne. Er wirft Bomben, er lädt seine Hände auf und es ist ihm egal, wenn er auch was abbekommt. Conor hat mit seinen Kontern immer Erfolg gehabt. Obwohl er auch nach vorne geht, reagiert er immer sehr gut auf die Attacken seiner Gegner."

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