Jon Jones (li.) steht am 29. Dezember wieder im Octagon und kämpft gegen Ale... - Bildquelle: imago sportfotoJon Jones (li.) steht am 29. Dezember wieder im Octagon und kämpft gegen Alexander Gustafsson © imago sportfoto

München – Knappe anderthalb Jahre nach seinem letzten Auftritt im Octagon steht der frühere UFC-Champion Jon Jones nun kurz vor der Rückkehr in den Käfig. Der 31-Jährige nahm am Dienstag eine der letzten Hürden und erhielt seine Kämpfer-Lizenz zurück.

Diese wurde ihm im Februar entzogen, nachdem er von der amerikanischen Anti-Doping-Behörde USADA rückwirkend für 15 Monate gesperrt wurde. Nun hat "Bones" eine temporäre Lizenz mit Auflagen erhalten. Damit kann er am 29. Dezember gegen Alexander Gustafsson um den UFC-Titel kämpfen.

Jones der schlechteste Doper im Kampfsport?

Der 31-Jährige stand zuletzt im Juli 2017 im Käfig und besiegte dabei seinen Erzrivalen Daniel Cormier zum zweiten Mal, indem er ihn in der dritten Runde mit einem Head Kick schlafen schickte und damit seinen Titel zurückholen konnte. Doch bereits wenige Tage nach dem Event wurde bekannt, dass Jones eine Dopingkontrolle nicht bestanden hatte.

Am Vortag des Kampfes wurde ihm eine Dopingprobe abgenommen, in der ihm das anabole Steroid Turinabol nachgewiesen werden konnte. Zwar beteuerte Jones immer wieder seine Unschuld und verwies auf die zahlreichen bestandenen Dopingtests während der Vorbereitung und nach dem Kampf.

Vergebens, das Ergebnis des Kampfes wurde entwertet, sein Titel wanderte kampflos zurück zu Daniel Cormier. Nach Monaten der Ermittlung schloss sich die Doping-Behörde schließlich Jones an und sprach ihn des absichtlichen Dopings frei. Nichtsdestotrotz wurde er mit einer Sperre belegt und verlor damit seine Lizenz.

Der Chef-Kommissar Kaliforniens, Andy Foster, stützte Jones' Version bei der Anhörung erneut: "Ich denke nicht, dass Herr Jones absichtlich gedopt hat. Falls doch, ist er der schlechteste Doper im Kampfsport. Genau den einen Doping-Test, von dem er weiß, dass er ihn machen muss, besteht er nicht."

Sozialstunden und freiwillige Dopingtests für Jones

Doch die Kämpferlizenz kommt nicht ohne Auflagen für Jon Jones. So muss der frühere UFC-Champion Sozialstunden ableisten, um das Wörtchen "temporär" vor seiner Lizenz loszuwerden. Der 31-Jährige will dabei in Gyms in Kalifornien und New Mexico den Kampfsport-Nachwuchs trainieren.

Zudem könnte sich der zweifach positiv getestete UFC-Kämpfer dem freiwilligen Doping-Programm der VADA anschließen und sich so mehr Dopingtests unterziehen als seine Kollegen. Die kalifornische Kommission, die Jones dieses Vorgehen vorschlug, würde sogar für die Kosten aufkommen.

Jones ließ über seinen Anwalt mitteilen, dass er grundsätzlich keine Einwände habe, sich aber erst noch mit den genauen Details des Testprogramms auseinandersetzen würde.

Bis dahin steht aber erst einmal das große Comeback am 29. Dezember auf dem Programm. Dort kann er gegen Alexander Gustafsson, gegen den er vor fünf Jahren bereits einmal den Titel verteidigte, den Gürtel zurückholen, den er nie im Octagon verlor.

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