Erbitterte Rivalen: Conor McGregor und Khabib Nurmagomedov. - Bildquelle: 2018 Getty ImagesErbitterte Rivalen: Conor McGregor und Khabib Nurmagomedov. © 2018 Getty Images

München – Der Schuss ging nach hinten los: Conor McGregor hat mit einer äußerst fragwürdigen Aussage auf eine ebenso platte Provokation aus dem Lager von Khabib Nurmagomedov reagiert.

Khabibs Cousin Abubakar hatte auf Instagram ein Bild des Kampfes zwischen Leichtgewichts-Champion Khabib und McGregor gepostet.

Dabei befindet sich der Ire im Würgegriff des Russen, den Kampf damals im Oktober 2018 hatte McGregor bekanntlich verloren.

Dazu schrieb Abubakar: "Wenn das Coronavirus da ist und du nicht atmen kannst."

Komplett daneben

Nun ist dieser Post angesichts der Tatsache, dass Khabibs Vater Abdulmanap selbst am Coronavirus erkrankte und dadurch Probleme mit Nieren und Herz bekam und in Lebensgefahr schwebt, schon komplett daneben. 

 

Der 57-Jährige lag zwischenzeitlich im Koma, er wurde am Herzen operiert, dabei wurde ihm ein Bypass gelegt.

"Sein Zustand ist immer noch ernst, er ist immer noch auf der Intensivstation", sagte Khabib zuletzt bei RT Sport. "Ich besuche ihn, er erkennt mich, aber es gibt keine Kommunikation, weil er an medizinische Geräte angeschlossen ist. Jeden Tag, an dem sie mich hereinlassen, verbringe ich eine halbe Stunde mit ihm, ich halte seine Hand. "Wenn ich frage: 'Vater, erkennst du mich?', gestikuliert er und lässt es mich wissen", verrät Nurmagomedov.

McGregor wäre aber nicht McGregor, wenn er über diese Provokation nicht einfach hinwegsehen könnte, auch wenn sie völlig fehl am Platz ist. Dabei erlaubte er sich selbst einen bösen Ausrutscher.

Er unterstellte, dass die Erkrankung Abdulmanaps nur als Vorwand genutzt wurde. 

"Ich denke, die Sache mit Abdulmanap war alles nur eine Vertuschung. Eine Vertuschung, um den Mangel an Aktivität und das Zurückziehen von Kämpfen und das Weglaufen zu verbergen. Viel Glück, aber denk dran - Allah sieht alles!" 

McGregor hat den Post inzwischen wieder gelöscht. 

Noch im Mai, als Abdulmanaps Erkrankung publik wurde, hatte er die Rivalität mit Nurmagomedov für den Moment ad acta gelegt und sein Mitgefühl ausgedrückt.

Titelverteidigung im September

Der Hintergrund: Nurmagomedov hatte bei UFC 249 kurzfristig absagen müssen, er konnte wegen der Pandemie das Land nicht mehr verlassen. Seinen Titel konnte er deshalb nicht wie geplant verteidigen. Stattdessen gewann Justin Gaethje den Interimstitelkampf gegen Tony Ferguson und wird nun als nächstes gegen Khabib kämpfen, voraussichtlich im September.

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