Greg Hardy hat hohe Ziele - Bildquelle: Getty ImagesGreg Hardy hat hohe Ziele © Getty Images

München - Die NFL-Karriere von Greg Hardy ist seit 2016 vorbei, doch ganz hatte er mit dem Football noch nicht abgeschlossen. Bis jetzt.

Denn nachdem der Defensive End in den vergangenen Jahren noch versucht hatte, in der Spring oder Arena League unterzukommen, will er sich nun voll und ganz auf den Kampfsport konzentrieren.

"Ich habe immer gesagt, dass mein Ziel das gelbe Jackett der Football Hall Of Fame ist und wenn ich die Möglichkeit hätte, zurückgehen würde", erklärte Hardy. "Aber so, wie sich die Dinge entwickelt haben, so wie alles zusammenkommt, denke ich, dass es damit vorbei ist."

Der Sinneswandel soll nicht nur damit zu tun haben, dass Hardy selbst in den zweitklassigen Profi-Ligen kein Interesse hervorrief, sondern auch mit der Art und Weise, wie er im MMA aufgenommen wurde.

"Ich wurde in der Kampfsport-Welt so herzlich und warm empfangen, es wäre an diesem Punkt einfach respektlos", so Hardy weiter. "Es wäre sogar respektlos, zurückzugehen und beides gleichzeitig zu versuchen. Ich widme mich nun voll und ganz dem Kämpfen, volle Konzentration auf den Titel."

Dabei will sich Hardy aber nicht nur auf MMA-Titel beschränken.

Hardy will sich im Boxen beweisen

"Ich entwickle eine Liebe zum Boxen", so Hardy weiter. "Ich will das mal ausprobieren. Ich denke, wenn der große Mann da oben seinen Segen gibt, wäre das etwas, dass ich gerne und bald versuchen würde."

Mit dem großen Mann ist UFC-Präsident Dana White gemeint. Denn die UFC müsste Hardy erst erlauben, einen Profi-Kampf im Boxen zu bestreiten, da die Kämpfer exklusiv an die Liga für MMA-Kämpfe gebunden sind. Bisher wurde nur für Conor McGregor eine Ausnahme gemacht.

Doch Hardy könnte zugutekommen, dass auch White einen Schritt Richtung boxen plant und immer wieder davon spricht, auch als Veranstalter von Box-Kämpfen auf den Plan zu treten. Hardy könnte ein erstes Zugpferd sein. Und der 30-Jährige hat große Ambitionen.

Hardy: Ich kann das beste Schwergewicht der Geschichte werden

"Ich denke, ich könnte eines, wenn nicht sogar das beste Kampfsport-Schwergewicht der Geschichte werden", sagte Hardy. "Nicht nur im MMA, im kompletten Kampfsport. Ich bin sehr vielseitig."

Hohe Ziele für Hardy. Der Amerikaner müsste sich damit nicht nur mit UFC-Champions, sondern vor allem mit Boxern wie Muhammad Ali, Joe Louis oder Jack Johnson vergleichen, die Box-Geschichte schrieben und im Falle von Ali Profi-Weltmeister und Olympiasieger waren.

Für einen Athleten, der erst mit 28 Jahren mit dem Kämpfen begann, ein Ding der Unmöglichkeit, immerhin widmeten die Box-Größen ihr ganzes Leben dem Sport. Doch wenn Hardy eines ist, dann selbstsicher. In früheren Interviews hatte er bereits erklärt, der Michael Jordan des Kampfsports zu werden.

Hardy kündigt nächsten Knockout an

Bis es soweit ist, steht jedoch zuerst der dritte UFC-Kampf vor der Tür. In Juan Adams trifft Hardy auf einen Gegner, der den Kampf gegen den Footballer persönlich nimmt. Adams musste als Kind mitansehen, wie seine Mutter von ihrem Freund verprügelt wurde, Hardy stand wegen häuslicher Gewalt unter Anklage und wurde von der NFL suspendiert.

Hardy will dabei ganz als Profi an die Sache herangehen. Es wäre ihm auch zu raten. Bereits sein UFC-Debüt endete in einer Disqualifikation, weil Hardy im Eifer des Gefechts mit einem illegalen Kniestoß Allen Crowder getroffen hatte. Das soll nicht noch einmal passieren.

"Ich habe keinen Hass in meinem Herzen", sagte Hardy. "Ich liebe es aber, die Leute von ihrem Bewusstsein zu trennen und das wird mit jedem passieren, der mit mir in den Ring steigt. Ob das der Champion ist, oder jemand mit einem Kampf. Jemand, der Mist über mich erzählt oder jemand, der schweigt, sie alle sind auf meiner Liste."

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