Greg Hardy gewann drei Amateur- und drei Profikämpfe, alle durch K.o. in der... - Bildquelle: Getty ImagesGreg Hardy gewann drei Amateur- und drei Profikämpfe, alle durch K.o. in der ersten Runde © Getty Images

München – In diesem Jahr verpflichtete die UFC, die weltweit größte MMA-Organisation, den skandalumwitterten Ex-NFL-Star Greg Hardy im Rahmen eines Entwicklungsvertrags. Seitdem gewann der 30 Jahre alte Schwergewichtler bei kleineren Events drei Profikämpfe in insgesamt 127 Sekunden durch Knockout.

In der Nacht zum 20. Januar bestreitet Hardy sein UFC-Debüt bei der UFC Fight Night in Brooklyn, der ersten Veranstaltung der UFC auf ESPN+, der neuen Streaming-Plattform des amerikanischen Sportsenders. Hardys Gegner ist der US-Amerikaner Allen "Pretty Boy" Crowder, welcher in der UFC bislang einen Kampf bestritten und durch Knockout verloren hat.

Medien und Fans kritisieren UFC für Kampfansetzung

Das Pikante am UFC-Debüt von Hardy: Der ehemalige Defensive End der Carolina Panthers und Dallas Cowboys soll 2014 seine Ex-Freundin brutal angegriffen haben – und in Brooklyn kämpft ausgerechnet die junge Hawaiianerin Rachael Ostovich, die erst im November von ihrem Ehemann krankenhausreif geprügelt wurde.

Ostovich wollte trotz der traumatischen Ereignisse unbedingt ins Octagon steigen, um anderen Opfern häuslicher Gewalt Mut zu machen. Nun begegnet sie bei der Veranstaltung einem Mann, der in erster Instanz wegen häuslicher Gewalt verurteilt wurde. Von Fans und Medien musste die UFC deswegen viel Kritik einstecken.

UFC-Präsident Dana White verteidigte die kontroverse Kampfansetzung im Interview mit dem kanadischen Fernsehsender TSN und berief sich dabei auf ein Gespräch mit Ostovich. "Ich habe sie angerufen und ihr die Situation erklärt", sagte White. "Sie meinte, seine Geschichte sei nicht ihre Geschichte und sie glaube an zweite Chancen. Sie meinte, sie hätte kein Problem damit, bei derselben Veranstaltung zu kämpfen wie er."

Hardy bekommt zweite Chance

Fans und Medien kritisierten die UFC und ihren Präsidenten bereits im Sommer, weil sie Hardy trotz seiner Skandale – häusliche Gewalt und Drogendelikte – einen Vertrag anboten. Im Kader der UFC befinden sich schon mehrere Kämpfer mit krimineller Vergangenheit. White begründet das damit, dass er Menschen gerne eine zweite Chance gibt.

"Er wird den Rest seiner Karriere, den Rest seines Lebens damit in Verbindung gebracht", sagte White über Hardy. "Das ist ein Mann, der die letzten fünf Jahre damit verbracht hat, von Drogen und Alkohol wegzukommen, der beim Antiaggressionstraining war – er hat sein Leben neu aufgebaut. Er war ganz unten, er hat seinen Job verloren und jetzt hat er eine Familie, einen Sohn und eine Tochter. Er will das alles hinter sich lassen."

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