Jessin Ayari hat seine Knieverletzung überstanden - Bildquelle: ran FIGHTINGJessin Ayari hat seine Knieverletzung überstanden © ran FIGHTING

München - Der Nürnberger Jessin Ayari startete seine Laufbahn in der UFC mit einem Punktsieg über Jim Wallhead. Doch nach Punktniederlagen gegen Darren Till und Stevie Ray steht der 27 Jahre alte Leichtgewichtler unter Zugzwang. Auch wenn das Punkturteil gegen Ray höchst umstritten war, sollte er in seinem nächsten Kampf ein Zeichen setzen, am besten mit einem vorzeitigen Sieg.

"Der nächste Kampf muss ein Knaller werden - und so werde ich auch meine Vorbereitung gestalten", sagte Ayari im "Schlagwort-Podcast" von ran FIGHTING. "Ich werde in diesem Kampf alles probieren, um zu finishen. Ich kämpfe technisch sehr gut, ich habe alle Waffen. Es ist wichtig, wann ich welche Waffen einsetze."

Trainingsunfall verhindert schnelle Rückkehr

Eigentlich wollte Ayari schon längst wieder kämpfen, doch er zog sich im Training einen Korbhenkelriss am Meniskus zu – aber nicht etwa beim harten Sparring. Er verdrehte sich das Knie, als er mit dem Fuß an einer Matte hängen blieb. Ayari konsultierte daraufhin drei verschiedene Spezialisten, kam aber an seiner ersten Operation nicht vorbei.

"Ich wurde vor knapp fünf Wochen operiert und so langsam geht es wieder los", sagte Ayari. "Ich kann schon wieder auf die Matte, muss aber natürlich noch aufpassen."

Planmäßig will Ayari im Herbst dieses Jahres wieder im Octagon stehen. Dafür würde sich die erste UFC Fight Night in Kopenhagen anbieten, die am 28. September stattfindet. Festlegen möchte er sich jedoch noch nicht. "Es steht zu viel auf dem Spiel, um irgendetwas zu übereilen."

Ayari will regelmäßiger kämpfen

Sein UFC-Debüt feierte Ayari im September 2016 in Hamburg. Seitdem hat er nur einmal im Jahr gekämpft. Seine Heirat, die Geburt seines ersten Kindes, dazu gesundheitliche Probleme – immer kam etwas dazwischen. Sobald er vollkommen fit ist, plant Ayari, wieder regelmäßiger ins Octagon zu steigen.

"Ich will öfter kämpfen", sagte Ayari. "Mir macht ja das Kämpfen an sich Spaß. Ich liebe das Trainieren, ich liebe die Zeit auf der Matte. Ich mache nichts anderes, außer zu kämpfen. Ich habe einfach Bock, zu kämpfen."

Professionelle Vorbereitung beim American Top Team

Vor seinem Wechsel in die UFC konnte Ayari von seinen Kampfbörsen nicht leben, heutzutage hat er jedoch die Möglichkeit, wie ein Vollprofi zu trainieren. Seine letzte – und voraussichtlich auch die kommende – Vorbereitung absolvierte er beim berühmten American Top Team in Florida, Heimat vieler Weltmeister. Dort arbeitete er mit hochkarätigen Trainingspartnern wie dem UFC-Champion Dustin Poirier.

"Du kannst dir deinen Trainerstab zusammenstellen, gehst dorthin und den Rest erledigen die", sagte Ayari. "Und du hast dort viele Sparringspartner, das ist für mich der größte Grund gewesen, weil ich immer richtiges Sparring wollte, mit vielen Leuten, die sich abwechseln. Das hat mir bisher gefehlt."

Training, Ernährung und Regeneration sind also auf dem Punkt – jetzt muss es Ayari nur noch gelingen, im Octagon sein ganzes Potential abzurufen.

Jessin Ayari im "Schlagwort-Podcast"

Den kompletten Auftritt von Jessin Ayari im "Schlagwort-Podcast" findest du hier:

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