Ferguson (li.) will auf die Rückkehr von Nurmagomedov warten - Bildquelle: Getty ImagesFerguson (li.) will auf die Rückkehr von Nurmagomedov warten © Getty Images

München - Khabib Nurmagomedov ist der unangefochtene Weltmeister im Leichtgewicht, so viel steht fest.

Doch aufgrund einer neunmonatigen Sperre - wegen des Handgemenges nach seinem Sieg gegen Conor McGregor - darf der unbesiegte Dagestaner frühestens am 6. Juli 2019 ins Octagon zurückkehren. Da seine beteiligten Teamkollegen sogar für zwölf Monate gesperrt wurden, will Nurmagomedov aus Solidarität erst im November wieder kämpfen, wenn auch sie ihre Sperren abgesessen haben.

Um die Wartezeit bis zu seinem Comeback zu überbrücken, setzte die UFC kurzerhand einen Interimstitelkampf an. Max Holloway, der amtierende Weltmeister im Federgewicht, und Dustin Poirier, die Nummer drei der offiziellen UFC-Rangliste im Leichtgewicht, kämpfen in der Nacht zum 14. April bei UFC 236 in Atlanta um diesen Interimstitel.

Wieso sich die UFC für Holloway entschieden hat und nicht für einen Leichtgewichtler aus der offiziellen Rangliste, ist aus sportlicher Sicht unklar. Kämpfer wie McGregor, Al Iaquinta, Kevin Lee, Edson Barboza, Justin Gaethje, Anthony Pettis und Donald Cerrone wären am Veranstaltungstag von UFC 236 wieder einsatzbereit.

Poirier wundert sich über unverhoffte Titelchance

Überraschend kam der Interimstitelkampf auch für Dustin Poirier. Wenige Tage vor der Kampfankündigung hatte er noch um seine Entlassung gebeten. Denn seit seinem vorzeitigen Sieg über Ex-Champion Eddie Alvarez im Juli 2018 hatte er vergeblich auf ein neues Kampfangebot gewartet und war daher frustriert.

"Ich habe keine Ahnung, wie das zustande gekommen ist", sagte Poirier über seinen Interimstitelkampf gegen Holloway. "In den letzten Monaten hat man mich völlig im Dunkeln gelassen. Aber ich habe weiter trainiert und mich in Form gehalten. Ich hatte das Gefühl, dass ich irgendwann eine große Chance bekommen würde."

Ferguson lehnt Angebot für UFC 236 an

Die Fans fragten sich zudem, warum Tony Ferguson nicht bei UFC 236 um den Interimstitel kämpft. Der US-Amerikaner, der zuletzt elfmal in Folge siegte, gewann bereits im Oktober 2017 einen Interimstitel - aber die UFC nahm ihm den Gürtel wieder ab, nachdem er aufgrund einer Verletzung nicht zum geplanten Titelvereinigungskampf gegen Nurmagomedov antreten konnte.

Laut UFC-Präsident Dana White hat Ferguson den Interimstitelkampf bei UFC 236 selbst abgelehnt. Ferguson bestätigte dies via Twitter: "Mir wurde ein Kampf angeboten, aber ich bin mir nicht sicher, dass er meinem Standard entspricht. Für all unsere Arbeit und Unterstützung haben wir etwas Besseres verdient."

Nurmagomedov kritisiert Ferguson

Aus den Zeilen ist herauszulesen, dass Ferguson einen Kampf um den "echten" Leichtgewichtstitel bevorzugt. Das wiederum rief Nurmagomedov auf den Plan, der selbst drei Titelchancen verpasste, ehe er im April 2018 den vakanten WM-Titel der UFC gewann.

"Tony, du hattest deine Chance und du hast sie verpasst und das ist allein dein Fehler", schrieb Nurmagomedov auf Instragram. "Du weißt, dass ich suspendiert bin und nicht kämpfen kann. Aber es ist nicht fair, mir den Titel wegzunehmen. Ich habe in neun Monaten dreimal gekämpft. Ich habe gewonnen und meinen Gürtel verteidigt."

"Du verdienst einen Titelkampf, du bist ein großartiger Kämpfer und Gegner, aber jetzt musst du entweder kämpfen oder auf das Ende meiner Sperre warten", fügte Nurmagomedov hinzu. "Ich verstehe dich nicht. Wenn du hinfällst, musst du wieder aufstehen, anstatt dich zu beschweren."

McGregor könnte gegen Cerrone kämpfen

Und Conor McGregor? Der erste Doppel-Champion der UFC-Geschichte forderte nach seiner Niederlage gegen Nurmagomedov - im Oktober 2018 - einen sofortigen Rückkampf. Vor wenigen Wochen nahm er jedoch die Herausforderung von Donald "Cowboy" Cerrone an.

UFC-Kommentator Joe Rogan behauptete kürzlich, der Kampf zwischen McGregor und Cerrone sei inzwischen "beschlossene Sache", aber Dana White wiegelte im Gespräch mit "TMZ" ab: "Das ist nicht wahr, die Verhandlungen sind noch nicht einmal annähernd abgeschlossen."

Vorerst darf McGregor ohnehin nicht kämpfen - wegen des Handgemenges mit Nurmagomedov ist er noch bis zum 6. April 2019 gesperrt.

Kampfsport rund um die Uhr findest du auf ranFIGHTING.de.

Du willst die wichtigsten Kampfsport-News zum Boxen, der UFC und der WWE direkt auf dein Smartphone bekommen? Dann trage dich unter http://tiny.cc/ran-whatsapp für unseren WhatsApp-Service ein!