Khabib Nurmagomedov droht der UFC - Bildquelle: Getty ImagesKhabib Nurmagomedov droht der UFC © Getty Images

München – Khabib Nurmagomedov schießt zurück. Entschuldigte sich der UFC-Champion nach den Tumulten im Anschluss an seinen Sieg über Conor McGregor noch bei der UFC und der Athletic Commission, geht der Dagestaner nun auf Konfrontation.

Denn die UFC setzt Dana Whites Ankündigungen in die Tat um und nimmt Zubaira Tukhugov aus seinem nächsten Kampf Ende Oktober. Tukhugov ist ein Teamkollege Nurmagomedovs und einer der Kämpfer, die das Octagon stürmten und sich einen Schlagabtausch mit McGregor lieferten. Der Tschetschene prahlte anschließend in den sozialen Netzwerken mit seiner Aktion.

Bereits wenige Stunden nach den Ausschreitungen hatte UFC-Präsident White angekündigt, dass die UFC-Kämpfer, die McGregor attackiert hatten, nie wieder in der UFC antreten würden. Nurmagomedov droht nun, nie wieder für die UFC zu kämpfen, sollten seine Teamkollegen und "Brüder" entlassen werden.

Nurmagomedov schiebt McGregor den schwarzen Peter zu

"Warum habt ihr niemanden entlassen, als ihr Team den Bus attackiert und Leute verletzt hat", fragte Nurmagomedov in einem langen Beitrag auf Instagram. "Sie hätten jemanden töten können. Warum sagt keiner was dazu, dass meine Heimat, Religion, Nation und Familie beleidigt wurde. Warum wird mein Team bestraft, wenn beide Teams gekämpft haben? Ihr sagt, ich habe angefangen, aber ich widerspreche. Ich habe beendet, was Conor angefangen hat."

Nurmagomedov spielt damit auf die Vorkommnisse aus dem April an, als McGregor einen Bus mit Gegenständen beworfen und zwei UFC-Kämpfer leicht verletzt hatte. McGregor und seine Teamkollegen mussten sich vor Gericht verantworten, die UFC sprach keine Strafe aus.

Der Bus-Attacke ging eine Konfrontation zwischen Conor-Kumpel Artem Lobov und dem Nurmagomedov-Lager zuvor, bei der Lobov in der Hotel-Lobby bedroht wurde. McGregor eilte seinem Freund zu Hilfe.

McGregor hatte zudem in den letzten Wochen immer wieder Nurmagomedovs Privatleben und seine Kontakte zu Tschetschenen-Präsident Ramzan Kadyrow, Vladimir Putin und seinem umstrittenen Manager Ali Abdelaziz in seinen Trash Talk eingebaut.

Khabib: Feuert ihr meinen Bruder, bin ich weg

Die Reaktion auf den wochenlangen Trash Talk folgte im Käfig. Nach seinem Sieg sprang Nurmagomedov über den Zaun und griff McGregors Betreuer an. Weitere Teamkollegen des Dagestaners liefen hinter, auch McGregor befand sich kurz auf dem Zaun, schlug nach einem Betreuer Nurmagomedovs.

Anschließend sprangen zwei weitere Nurmagomedov-Kollegen über den Zaun und attackierten den Iren mit Schlägen. Einer davon, Zubaira Tukhugov, sollte eigentlich in zwei Wochen auf McGregor-Freund Lobov treffen. Die UFC strich das Duell nach den Vorkommnissen.

"Wenn ihr jemanden bestrafen wollt, dann mich", so Nurmagomedov weiter. "Zubaira hat nichts damit zu tun. Aber wenn ihr glaubt, dass ich ruhig bleibe, dann täuscht ihr euch. Ihr habt seinen Fight gestrichen und wollt ihn loswerden, weil er Conor geschlagen habe. Aber Conor hat zuerst geschlagen, schaut aufs Video. Wenn ihr ihn feuert, solltet ihr wissen, dass ihr mich auch verliert."

Sollte die UFC ernst machen und Tukhugov entlassen, der gerade erst eine zweijährige Dopingsperre abgesessen hat, will Nurmagomedov auch nicht mehr für die UFC ins Octagon steigen. "Wir lassen unsere Brüder nicht im Stich und ich gehe für ihn bis zum Ende. Wenn ihr ihn entlasst, schickt mir meinen zerrissenen Vertrag, sonst zerreiße ich ihn selbst. Wir haben unsere Ehre verteidigt und das ist das Wichtigste. Wir gehen gemeinsam bis zum Ende."

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