Der Blick von Khalid Taha geht nach oben - Bildquelle: Foto Seven SportDer Blick von Khalid Taha geht nach oben © Foto Seven Sport

München - "Ich denke, ich mache noch zwei Kämpfe und dann schnappe ich mir jemanden aus den Top 15", sagte Taha im Podcast. Der junge Dortmunder kann derzeit auch mit breiter Brust vor die Mikrofone treten, benötigte er doch nur 25 Sekunden für seinen amerikanischen Gegner Boston Salmon.

Einziges Manko: anders als die beiden Titelkämpfe konnte Taha aufgrund der Kürze des Kampfes keine entsprechend lange Schlacht im Octagon abliefern. So musste er sich am Ende darüber ärgern, dass er bei der Verteilung der Boni der UFC vordergründig leer ausging.

Taha: "Holloway und Poirier haben mir den Bonus genommen"

"Holloway und Poirier haben mir auf jeden Fall meinen Bonus weggenommen", lachte Taha. "Kelvin Gastelum gegen Israel Adesanya, das war ein Bombenkampf und ich wusste, die kriegen auf jeden Fall den Bonus. Aber trotzdem kann ich bis heute nicht verstehen und ärgere mich echt, warum ich keinen Bonus bekommen habe."

Die UFC verteilt nach jeder Veranstaltung an den besten Kampf sowie die besten beiden Einzelleistungen einen Bonus in Höhe von 50.000 US-Dollar. Eine Summe, für die neue UFC-Kämpfer wie Taha zwei oder drei Kämpfe im Octagon gewinnen müssten. Dass der Bonus nun gerade an die vier Top-Verdiener ging, ist für Taha nicht nachvollziehbar.

"Ich fand es ehrlich gesagt sehr ärgerlich, weil genau die vier Kämpfer den Bonus kassiert haben, die es einfach nicht nötig haben", so Taha weiter. "Pusht doch lieber ein bisschen die Newcomer, die so viel Geld in ihre Vorbereitung investieren."

Taha gegen O’Malley oder Klein gegen Groß

Damit das in seinem nächsten Kampf nicht noch einmal passiert, hat sich Taha bereits nach einem kommenden Gegner umgesehen. So hat sich Sugar Sean O'Malley in den Fokus des Dortmunders bewegt, der gerne mit dem Amerikaner die Klingen kreuzen würde.

"Ich würde sehr gerne gegen Sean O'Malley kämpfen. Der ist ungeschlagen, was mich sehr reizt. Er ist ein Striker. Und ich glaube, er ist der größte in der Gewichtsklasse und ich bin der Kleinste. Wäre also ganz lustig", lacht Taha. "Ich kann mir vorstellen, dass das richtig geil wäre, wie er versucht, mich auf Distanz zu halten, ich die Distanz überbrücke und reinknalle. Ein richtig geiles Ding."

Der junge Amerikaner verdiente sich seinen Platz in der UFC durch einen Knockout in der Contender Series von UFC-Präsident Dana White, der vor allem bei Gastkommentator Snoop Doog für Begeisterungsstürme sorgte. Seitdem gewann er zwei Kämpfe nach Punkten.

"Meiner Meinung nach ist er overhyped", sagte Taha. Gerade das könnte derzeit gegen Taha sprechen, der sich erst noch einen Namen im Haifischbecken Bantamgewicht machen muss. Sollte ihm der Kampf jedoch irgendwann angeboten werden, "würde ich ihn auf jeden Fall annehmen."

Taha reizt Kampf gegen "Hands Of Stone" John Lineker

Dass sich Taha kein Fallobst für seine UFC-Karriere sucht, sieht man auch am zweiten Bantamgewicht, auf das Taha ein Auge geworfen hat, den Brasilianer John Lineker, Spitzname "Hands Of Stone".

"Wenn er trifft, dann scheppert es aber richtig", so Taha. "Aber ich finde, er ist sehr, sehr leicht zu durchschauen. Er kommt, er stellt dich und wenn du stehen bleibst, ballert er raus. Ich glaube, den würde ich so schlafen schicken."

Das wäre ein Novum in der 40 Kämpfe umspannenden Karriere des Brasilianers, gegen den selbst Ex-Champion TJ Dillashaw lieber die sichere Route über Takedowns nahm. Doch Taha ist sich sicher, dass er nicht nur kraftmäßig mit dem Brasilianer mithalten könnte, sondern auch technisch überlegen wäre.

"Der Unterschied ist das Striking, bei mir ist das nicht nur geballte Power", erklärt Taha. "Gerade beim MMA siehst du selten jemanden mit einem schönen, sauberen Jab. Die stehen und warten und dann feuern sie raus. Und das ist auch genau das, was Lineker macht. Ich gehe 15 Minuten lang hoch und runter, nach links und nach rechts, ich wechsle die Auslage. Linekers Taktik klappt bei mir nicht."

Und dann soll der Knockout kommen, denn "Ich schlage auch sehr hart", sagt Taha. "Deswegen denke ich, dass ich ihm da auf jeden Fall überlegen wäre. Er hat natürlich viel mehr Erfahrung, er war mal unter den besten Fünf. Das wäre hundertprozentig ein extremer Sprung für mich."

Und einer, der sehr wahrscheinlich auch mit einem hohen Bonus belohnt werden würde.

Den kompletten Auftritt von Khalid Taha im Schlagwort-Podcast findest du hier:

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