Zweite UFC-Schlappe: David Zawada. - Bildquelle: imago/ImaginechinaZweite UFC-Schlappe: David Zawada. © imago/Imaginechina

München – Vielleicht wartet David Zawada jetzt wirklich mal ab. Bereitet sich in Ruhe vor und will nicht zu viel auf einmal. Denn zuletzt war das der Fall. Der 28-Jährige war dann doch etwas übermotiviert.

Für seinen zweiten UFC-Kampf wollte er eigentlich ein komplettes Trainingslager absolvieren. Doch dann ging es mal wieder schnell: Am 25. November schlüpfte er erneut in die Rolle des Ersatzgegners, sprang kurzfristig ein. Bei der UFC Fight Night in Peking traf Zawada auf den Chinesen Li Jingliang – und verlor auch seinen zweiten Kampf auf der großen UFC-Bühne. Diesmal ging er in der dritten Runde K.o.

Bereits im Juli war er mit nur zehn Tagen Vorbereitungszeit für einen verletzten Kämpfer eingesprungen und hatte bei der UFC Fight Night in Hamburg sein Debüt gefeiert.

Zawada bedrückt

"Er ist sehr bedrückt. Er wusste, dass sein Gegner zu knacken ist. Es war ein enges Ding. Aber das ist Kampfsport. Vor allem in der UFC. Da gehört auch ein bisschen Glück dazu. Er hat einen super Kampf auf Augenhöhe geliefert. Es hätte auch anders ausgehen können. Am Ende hat der Chinese glücklich mit einem Leberkick gewonnen", sagte sein Bruder Martin Zawada im Interview mit ranFIGHTING.de.

Martin hatte David im Vorfeld eigentlich dazu geraten, noch zu warten mit einem weiteren Fight, vielleicht erst im nächsten Jahr wieder zu kämpfen. Auch, weil sich Zawada bei seiner UFC-Premiere in Hamburg am Knie verletzt hatte.

"Der Körper braucht hin und wieder eine Pause, auch wenn du vom Kopf her bereit bist", sagte Zawada: "Das war vielleicht der Fehler, dass er nicht einen Gang zurückgeschaltet hat, etwas übertrainiert war."

Doch David wollte unbedingt kämpfen, wollte unbedingt einen Sieg in der UFC. Stattdessen kassierte er seine zweite Niederlage, trotz eines starken Starts in den Kampf. In der ersten Runde war sein Gegner nah am K.o., der Chinese taumelte. In Runde zwei war Zawada dann doch anzusehen, dass er müde wurde. Sein Bruder weiß: "Er kann daran wachsen, er muss das Positive herausziehen und die Niederlagen analysieren. Er wird sich um das Zweifache steigern."

"Müssen das sacken lassen"

Wie geht es weiter? Zawada würde am liebsten schon in März in London kämpfen. Sein Bruder Martin wiegelt aber noch ab. "Wir müssen das sacken lassen, es waren drei harte Kämpfe in diesem Jahr. Der Junge ist 28, wir werden versuchen, dass er noch eine Chance bekommt und dass er sie sinnvoll nutzt."

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