Max Holloway (re.) will erst den Interims-Titel, dann den Kampf gegen Khabib - Bildquelle: imago sportfotoMax Holloway (re.) will erst den Interims-Titel, dann den Kampf gegen Khabib © imago sportfoto

München – Sieben Jahre hat Max Holloway auf diesen Moment gewartet. Endlich kann er die erste Niederlage seiner Karriere ausgleichen, wenn er in der Nacht zum Sonntag bei UFC 236 auf Dustin Poirier trifft.

Der Hawaiianer feierte damals drei Monate nach seinem zwanzigsten Geburtstag sein UFC-Debüt gegen den drei Jahre älteren und deutlich erfahreneren Poirier und musste schon nach dreieinhalb Minuten in einem Triangle Choke abklopfen.

Heute gehört Holloway unabhängig von Gewichtsklassen zu den besten Kämpfern der UFC und kann auf 13 Siege in Folge zurückblicken, in deren Verlauf er gegen die MMA-Legende José Aldo den Federgewichtstitel erkämpfte und zwei Mal verteidigte. Nun geht es nicht nur um einen weiteren Sieg und die Revanche, sondern auch um einen zweiten Titel.

Holloway steigt ins Leichtgewicht auf

Denn der Champion greift in Atlanta nach dem Gürtel in der nächsthöheren Gewichtsklasse, es geht um den Interims-Titel im Leichtgewicht. Dieser wurde notwendig, weil Champion Khabib Nurmagomedov nach den Ausschreitungen im Rahmen des Kampfes gegen Conor McGregor noch bis September gesperrt ist.

In dessen Abwesenheit hat die UFC nun einen Interims-Titel ausgelobt, um den Holloway und Poirier kämpfen. Nurmagomedov hat bereits angekündigt, nach Ablauf der Sperre gegen den Sieger in den Käfig zu steigen. Der "Diamond" Poirier ist dabei nicht nur aufgrund der persönlichen Vergangenheit mit Holloway im Titelrennen, sondern hat sich seine Stellung mit starken Leistungen mehr als verdient.

Seit er im Leichtgewicht antritt, hat Poirier acht von neun Kämpfen gewonnen, dabei die Ex-Champions Eddie Alvarez und Anthony Pettis sowie den früheren WSOF-Champion Justin Gaethje vorzeitig besiegt. War der 30-Jährige schon immer einer der spektakulärsten Standkämpfer der UFC, ist er nun auch an einem Punkt seiner Karriere angelangt, an dem seine Siege auch mit Titeln belohnt werden.

Gastelum holt Titelchance nach

Auch im zweiten Titelkampf des Abends geht es um einen Interims-Gürtel. Hier ist der Grund ebenfalls nachvollziehbar, denn Mittelgewichts-Champion Robert Whittaker kann einfach nicht gesund bleiben. Im Käfig seit 2014 unbesiegt, ist der eigene Körper der größte Feind des Neuseeländers.

Im Februar sollte er gegen Kelvin Gastelum seinen Titel verteidigen, eine Notoperation wegen eines Eingeweidebruchs wenige Stunden vor dem Kampf sorgte für eine Absage. Gastelum musste kampflos wieder aus Melbourne abreisen, kann aber nun den Titelkampf nachholen.

Dabei trifft er auf den im MMA unbesiegten Kickboxer Israel Adesanya. Der 29-Jährige ist der Senkrechtstarter der UFC. Im Februar 2018 feierte der "Last Stylebender" sein Debüt in der UFC, 14 Monate und fünf Siege später kämpft er bereits um den Mittelgewichtstitel. 

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