Nate Diaz hadert mit der Anti-Doping-Behörde USADA - Bildquelle: Getty ImagesNate Diaz hadert mit der Anti-Doping-Behörde USADA © Getty Images

München – Einer der größten UFC-Kämpfe des Jahres steht auf der Kippe. Das langersehnte Duell um den inoffiziellen Titel "Baddest Motherfucker" zwischen Nate Diaz und Jorge Masvidal sollte kommende Woche den großen Pay-Per-View im Madison Square Garden abschließen.

Doch nun steht der Kampf, bei dem sogar Hollywood-Star Dwayne "The Rock" Johnson am Ende einen Gürtel überreichen soll, vor dem Aus. Schuld ist ein angeblich auffälliger Dopingtest bei Nate Diaz.

Erhöhte Werte bei Nate Diaz

Denn wie Nate Diaz am Donnerstagabend bekanntgab, soll ein Dopingtest der amerikanischen Anti-Doping-Behörde USADA erhöhte Werte bei Diaz ergeben haben. Nach Berichten von "ESPN" soll es dabei um Spuren von SARM gehen.

Diese Substanzen werden in Arzneimitteln gegen Muskelschwund und -erkrankungen eingesetzt und ähneln in ihrer Wirkung anabolen und androgenen Steroiden, weswegen sie sich seit zwanzig Jahren auf der WADA-Liste verbotener Stoffe befinden.

Laut Diaz räumt die amerikanische Behörde ein, dass er den Stoff unabsichtlich durch ein verschmutztes Nahrungsergänzungsmittel eingenommen haben könnte. In den vergangenen Monaten stellte sich immer wieder heraus, dass Kämpfer ein verbotenes Mittel unwissentlich eingenommen hatten.

So könnte Diaz einer Sperre entgehen. Doch der Amerikaner will erst kämpfen, wenn zweifelsfrei geklärt ist, dass er nichts Verbotenes getan hat.

Diaz: Ich kämpfe erst, wenn alles richtiggestellt ist!

Diaz bestreitet dabei nicht nur den Vorwurf des Dopings, er bestreitet sogar, dass ein Nahrungsergänzungsmittel mit dem Stoff verunreinigt sein könnte, da er seine Lebensmittel aus der Bio-Markt-Kette Whole Foods bezieht und nur natürliche Supplemente nutzt.

"Ich werde ihr Spiel nicht mitspielen", schrieb Diaz auf Twitter. "Ich kämpfe erst wieder, wenn die UFC, USADA oder wer auch immer versucht, mir etwas unterzuschieben, alles wieder richtiggestellt hat. Ich lasse nicht zu, dass mein Name als Betrüger in den Dreck gezogen wird. Das Geld spielt keine Rolle, wenn mein Vermächtnis und meine Würde in Gefahr sind."

Anders als andere Kämpfer will Diaz nicht erst seinen Kampf absolvieren und sich danach um die Aufklärung seines Tests kümmern, sondern setzt der UFC die Pistole auf die Brust, die nun um ihren Hauptkampf im wichtigen Markt New York bangt.

Unterstützung und Häme aus den Reihen der UFC-Kollegen

Aus den Reihen seiner UFC-Kollegen erhält Diaz dabei nicht nur Unterstützung und Mitgefühl, etwa von Jon Jones, sondern auch Häme und Spott. Der 34-Jährige unterstellte vor Jahren in einem Live-Interview nach einem Kampf pauschal allen Kämpfern Steroidkonsum. Diese Worte kommen nun wie ein Boomerang zurück.

Jorge Masvidal zeigt sich indes unbeeindruckt vom USADA-Problem seines Gegners und geht weiterhin davon aus, am 2. November gegen Diaz zu kämpfen. "Auch wenn Du nicht der 'baddest motherf**ker' bist, bist du einer der saubersten MoFos überhaupt. Ich weiß, dass Dein Name sauber ist", schrieb Masvidal auf Twitter.

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