Nate Diaz ist zurück - Bildquelle: Getty ImagesNate Diaz ist zurück © Getty Images

München - Drei Jahre lang hat Nate Diaz nicht mehr gekämpft, doch an Selbstvertrauen hat der 34-Jährige nichts eingebüßt. So wundert es einen nicht, dass das lautstarke Weltergewicht gleich mit einer Kampfansage auf die große UFC-Bühne zurückkehrt.

"Ich bin einer der zwei besten MMA-Kämpfer der Welt", sagte Diaz in einem Interview. "Drei, wenn man Jon Jones mitzählt. Und das, ohne drei Jahre gekämpft zu haben. Ich brauche keine Kämpfe mehr gegen Conor oder irgendjemand anderen. Ich niese und die ganze Welt kriegt das mit."

Diaz stand zuletzt im Jahr 2016 zwei Mal mit Conor McGregor im Käfig. Nachdem Diaz den Iren im ersten Duell zur Aufgabe brachte, gelang McGregor Monate später die Revanche nach Punkten. Offiziell zumindest.

"Ich bin mir sicher, dass ich meinen letzten Kampf gewonnen habe", so Diaz weiter. "Ich werde nicht über vergossene Milch weinen, es passiert in diesem UFC-Game einfach. Ich habe schon viele Kämpfe verloren, bei denen ich mich vorne gesehen habe. Aber ich habe den letzten definitiv nicht verloren."

Schwierige Verhandlungen zwischen Diaz und der UFC

Die UFC sah das natürlich anders und während McGregor in der Folge erst gegen Eddie Alvarez zum Doppel-Champion und dann gegen Floyd Mayweather zum Rekordverdiener der UFC aufstieg, wurden Diaz kleinere Brocken hingeworfen.

"Als Conor den ersten Kampf gegen mich verloren hat, war das das Größte", so Diaz weiter. "Er brauchte unbedingt das Rematch, er war besessen, das ganze Marketing-Gequatsche, wie wichtig ihm ein Rückkampf und wie großartig er war, den ersten Kampf anzunehmen. Ich habe mich nur gefragt, was ist mit meinen Rückkämpfen? Ich hätte als Ausgleich für den Rückkampf gegen McGregor gleich ein paar für mich verhandeln sollen."

Stattdessen folgte eine lange Pause, in der Diaz immer wieder mit Kämpfen in Verbindung gebracht wurde, etwa gegen Tyron Woodley oder Dustin Poirier, am Ende jedoch doch weiter Zuschauer blieb. Dabei wurde Diaz immer wieder als Schuldiger für geplatzte Verhandlungen ausgemacht, ein Vorwurf, den der 34-Jährige nicht stehen lassen kann.

"Ich habe die ganze Zeit darauf gewartet, dass jemand den Mumm hat und mich herausfordert", erklärte Diaz. "Ich habe den Besten geschlagen und wurde behandelt, als wäre ich verschwunden. Ich war der größte Name, aber wurde behandelt wie ein schwarzes Schaf. Als hätte man mich verbannt, weit weg von jeder Diskussion."

"Man hat mich aus der Rangliste entfernt, weil ich Kämpfe abgelehnt haben soll, aber die UFC hat mir jedes Mal irgendeinen Niemand angeboten. Und dann haben sie das gegen mich genutzt", so Diaz.

Comeback gegen Anthony Pettis

Alles Vergangenheit, am Samstag steht Diaz wieder im UFC-Käfig. Auf der anderen Seite wartet Anthony Pettis, einst der Posterboy der UFC und ehemaliger Champion im Leichtgewicht.

Dazu als erfahrener und gefährlicher Standkämpfer auch kein Gegner, der Diaz den erhofften Schlagabtausch verweigert. Ideal für das Comeback eines bis in die Haarspitzen motivierten Diaz.

"Ich habe die letzten drei Jahre mehr trainiert als jeder, der in der Zwischenzeit noch gekämpft hat", so Diaz. "Ich habe meine ganzen Jungs auf ihre Kämpfe vorbereitet und immer trainiert, weil es einfach mein Leben ist, mein Hobby. Ich habe quasi in einem permanenten Trainingslager gelebt, ohne zu kämpfen. Die Zeit ist gekommen."

Mehr zu Kampfsport rund um die Uhr findest du auf ranFIGHTING.de

Du willst die wichtigsten Kampfsport-News, Videos und Daten direkt auf Deinem Smartphone? Dann hole Dir die neue ran-App mit Push-Notifications für Live-Events.

Hier geht es zum App-Store zum Download der ran App für iPad und iPhone.

Hier geht es zum Google-Play-Store zum Download der ran App für Android-Smartphones.