Jon Jones darf den Gürtel behalten. - Bildquelle: imago/BildbyranJon Jones darf den Gürtel behalten. © imago/Bildbyran

München - Negative Dopingproben sollten im Profisport eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein. Sind sie nur leider nicht. Bei UFC-Star Jon Jones schon gar nicht. Bei ihm ist deshalb auch eine negative Probe eine Nachricht. Vor allem eine positive.

Jones hat eine unschöne Doping-Akte. Bei UFC 214 im Juli 2017 hatte er gegen Daniel Cormier den Titel im Halbschwergewicht zurückerobert, war dann aber positiv auf das Steroid Turinabol getestet worden. Er verlor den Titel an Cormier.

Dicke Doping-Akte

Es war damals das zweite Mal innerhalb eines Jahres, dass Jones negativ (respektive positiv) aufgefallen war, schließlich war kurz vor dem Kampf gegen Cormier erst eine einjährige Dopingsperre abgelaufen. Von anderen Verfehlungen wie einem Autounfall mit Fahrerflucht unter Drogeneinfluss mal ganz abgesehen: Jones war und ist immer für einen Skandal gut. 

Er konnte aber immerhin beweisen, dass bei der zweiten Verfehlung ein Nahrungsergänzungsmittel die Substanz nicht ausgewiesen hatte, weshalb er um eine Sperre von vier Jahren herumkam und nur für 15 Monate aus dem Verkehr gezogen wurde. Am 29. Dezember 2018 war er ins Octagon zurückgekehrt, er holte bei UFC 232 gegen den Schweden Alexander Gustafsson seinen alten Titel im Halbschwergewicht zurück.

Nun gab es die offizielle Bestätigung: Jones war rund um UFC 232 sauber, auch Turinabol wurde nicht gefunden. Das Aufatmen bei Jones und der UFC ist groß.  

Jones nutzte die Nachricht prompt für eine kleine Stichelei: "Ich habe mein sogenanntes Kryptonit vor den Championship-Runden erledigt. Am Tatort war kein Raketentreibstoff zu finden." Gustafsson hatte sich im Vorfeld als Jones‘ Kryptonit bezeichnet und angekündigt, die Karriere des 31-Jährigen zu beenden. 

An Gustafsson gerichtet, schrieb Jones: "Ich wollte nur sichergehen, dass du das gesehen hast. Es sah so aus, als wäre es das einzige, auf das du dich bei unserem Kampf konzentrieren konntest. Ich bin gespannt auf die Ausreden meiner nächsten Opfer."

Das nächste Opfer könnte Anthony Smith sein. Der Kampf ist für UFC 235 vorgesehen.

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