TJ Dillashaw (re.) im Duell mit seinem Erzrivalen Cody Garbrandt - Bildquelle: imago sportfotoTJ Dillashaw (re.) im Duell mit seinem Erzrivalen Cody Garbrandt © imago sportfoto

München – Warum gehen Profisportler das Risiko des Dopings ein? Warum tun sie es, obwohl ihnen klar sein müsste, dass es wahrscheinlich ans Licht kommen wird? Und obwohl sie die ganzen Konsequenzen ja kennen, sie bei Konkurrenten schon mitbekommen haben? 

Die ganzen Negativ-Schlagzeilen also, die Aberkennung von Siegen oder Titeln, die Sperren, um nur ein paar zu nennen.

TJ Dillashaw dürfte es auch besser gewusst haben. Getan hat er es trotzdem: Der zweifache UFC-Champion im Bantamgewicht wurde von der amerikanischen Anti-Doping-Behörde USADA im April nach einem positiven Dopingtest für zwei Jahre gesperrt.

Einnahme von EPO

Dillashaw hatte im Januar den olympischen Goldmedaillengewinner Henry Cejudo um den UFC-Titel im Fliegengewicht herausgefordert und ging dabei bereits in der ersten Runde K.o. Im Rahmen des Kampfes wurde dem 33-Jährigen nun die Einnahme von Erythropoetin, kurz EPO, nachgewiesen.

Im Podcast "You’re Welcome" äußerte er sich nun erstmals zu seinem Dopingfall. 

"Es ist schwer, sich nicht selbst ein bisschen zu hassen", sagte Dillashaw. "Ich habe betrogen, das will ich nicht kleinreden. Ich wollte etwas tun, was vorher noch niemand getan hatte. Ich wollte beweisen, dass ich der Beste der Welt bin und dass ich dieses Gewichtslimit schaffe", sagte er.

"Ich war immer müde"

Er schaffte es nicht, zumindest nicht ohne verbotene Hilfen. Er brachte seinen Körper an seine Grenzen. Rund sechs Wochen vor dem Kampf schlug sein Körper Alarm, dann "fing mein Körper an, nachzugeben. Ich war immer müde. Ich wollte nicht mehr aufstehen und zum Training gehen", erinnert er sich.

Ein niedriger Hämatokritwert – also der Anteil roter Blutkörperchen im Blut - führte schließlich dazu, dass er sich dazu entschloss, Procrit zu nehmen. Ein Medikament, das man bei Blutarmut einnimmt. Dieses Medikament half ihm nicht nur dabei, das Gewichtslimit zu schaffen, er wurde auch wieder er selbst.

Dillashaw: "Ich bin nicht darüber verärgert, dass ich es genommen habe, denn ich glaube nicht, dass ich sonst gekämpft hätte. Natürlich muss ich jetzt damit zurechtkommen, dass ich betrogen habe und dabei erwischt wurde."

Erlebe Kampfsport rund um die Uhr - jetzt auf ranFIGHTING.de

Du willst die wichtigsten Kampfsport-News zum Boxen, der UFC und der WWE direkt auf dein Smartphone bekommen? Dann trage dich für unseren WhatsApp-Service ein unter http://tiny.cc/ran-whatsapp

Boxen-Videos