Jose Aldo liebt es, zu kicken – im Octagon und auf dem Fußballfeld. - Bildquelle: Getty ImagesJose Aldo liebt es, zu kicken – im Octagon und auf dem Fußballfeld. © Getty Images

München – Federgewichts-Champion Jose Aldo bestreitet bei UFC 212 einen Titelvereinigungskampf gegen Interims-Champion Max Holloway (in der Nacht von Samstag auf Sonntag ab 4:00 Uhr live auf ran FIGHTING.de). In den letzten elf Jahren unterlag Aldo lediglich Conor McGregor. Abgesehen vom irischen Superstar besiegte Aldo im Laufe seiner Karriere die besten Federgewichtler der Welt, wie Frankie Edgar, Chad Mendes, Urijah Faber und Cub Swanson.

Der Brasilianer regierte die Federgewichtsklasse der UFC fünf Jahre lang als Weltmeister. Aber wie tickt er privat? ran.de verrät euch fünf Dinge, die ihr noch nicht über den UFC-Star wusstet.

Aldo wäre beinahe Fußball-Profi geworden

Wie fast jedes Kind in Brasilien träumte auch Aldo davon, eines Tages ein Fußball-Profi zu werden. Beinahe hätte sich dieser Traum sogar erfüllt. Einige Scouts trauten ihm den Sprung in die Erste Liga zu, aber Aldo verliebte sich in den Kampfsport und beschloss, stattdessen dort eine Profi-Karriere anzustreben – mit Erfolg.

Aldo ist glühender Anhänger von Flamengo, einem berühmten Verein aus Rio de Janeiro, dem legendäre Spieler wie Ronaldinho, Romário, Bebeto und Zico angehörten. Der UFC-Star ist noch immer bei so vielen Heimspielen wie möglich dabei, meist als Teil der Ultra-Gruppe "Torcido Jovem do Flamingo". Deren Fahne schwenkte er auch schon im Octagon nach seinen Siegen.

Aldo liebt Burger über alles

Durch seine vielen Reisen in die USA ist Aldo ein wahrer Burger-Junkie geworden. Nach jedem Kampf im Land des unbegrenzten Fast-Food-Konsums schlägt er sich den Bauch mit seiner Leibspeise voll. Die Liebe zu den Burgern geht so weit, dass er in Rio de Janeiro einen eigenen Burger-Imbiss eröffnet hat, "Famous Burger".

"Es ist wie in den Rocky-Filmen – Rocky hatte auch ein Restaurant", sagte Aldo in der Countdown-Show vor UFC 212. "Er war immer vor Ort und erzählte den Gästen alte Geschichten von seinen Kämpfen."

Aldo ist in Favelas aufgewachsen

Die Armenviertel in Brasilien, die man immer im Fernsehen zeigt, um die großen Unterschiede zwischen Arm und Reich zu belegen – genau da hat Aldo den Großteil seines Lebens verbracht. Er wuchs in einer Favela in Manaus auf, der größten Stadt im Amazonas-Gebiet. Mit 16 Jahren zog er gegen den Willen seiner Mutter nach Rio de Janeiro und lebte auch dort in den Favelas.

Nachdem sich Aldo dem MMA-Team Nova Uniao angeschlossen hatte, durfte er anfangs in deren Gym übernachten – und schlief nachts auf den Matten, auf denen er tagsüber trainierte. Erst als er durch die UFC ein einigermaßen geregeltes Einkommen hatte, konnte er mit seiner Familie in eine bessere Gegend umziehen.

Aldo hat seine Narbe seit der Kindheit

Die Narbe, die Aldo auf der linken Gesichtshälfte trägt, ist in Brasilien wohl die berühmteste Narbe nach der von Harry Potter. Er hat sie nicht etwa, wie viele zurecht vermuten würden, vom Kampfsport. Schuld ist eine Auseinandersetzung seiner beiden Schwestern.

Bei einem Grillfest mit der Familie zankten sich die Schwestern. Dabei purzelte Aldo, damals erst ein Jahr alt, unglücklich gegen den Grill und zog sich eine Brandwunde zu. Die daraus entstandene Narbe verschaffte ihm später den Spitznamen "Scarface".

Aldo ist die Hauptfigur eines Kinofilms

Das bisherige Leben von Aldo war so ereignisreich, dass eine brasilianische Produktionsfirma darüber einen Spielfilm drehte: "Stronger than the World – The Jose Aldo Story". Regie führte Afonso Poyart, der für den Thriller "Solace" mit den Hollywood-Größen Anthony Hopkins und Colin Farrell gearbeitet hatte. Die Handlung des Bio-Pics dreht sich, etwas dramatisiert, um Aldos Jugend und seinen Weg zum Profi-Kämpfer.

Aldo wuchs in äußerst ärmlichen Verhältnissen auf, mit einem saufenden und prügelnden Vater. Als Jugendlicher zog er ganz allein ans andere Ende des Landes, wohnte jahrelang Seite an Seite mit Gangstern und Drogendealern in den Favelas. Von kleinen Events in Rio de Janeiro kämpfte er sich bis in die UFC hoch – und wurde deren erster Weltmeister im Federgewicht.

Mehr zu diesem Event sowie Kampfsport rund um die Uhr findest du auf ranFIGHTING.de.

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