Jon Jones hat sich für 2019 einiges vorgenommen - Bildquelle: imago sportfotoJon Jones hat sich für 2019 einiges vorgenommen © imago sportfoto

München – Jon Jones hat das Potential, der beste MMA-Kämpfer der Geschichte zu werden, aber in den vergangenen Jahren legte er sich immer wieder selbst Steine in den Weg. Zahlreiche Eskapaden in seinem Privatleben – Drogenkonsum, Unfall mit Fahrerflucht – sowie potentielle Dopingvergehen überschatteten die sensationellen Leistungen, die der jüngste UFC-Champion der Geschichte im Octagon zeigte.

Mittlerweile gibt sich Jones geläutert und es scheint, als hätte er sich vorgenommen, verlorene Zeit wiedergutzumachen. Aufgrund seiner Zwangspausen bestritt der New Yorker in den vergangenen vier Jahren lediglich vier UFC-Kämpfe. Daher steigt er Samstagnacht nur zwei Monate nach seinem Titelgewinn bei UFC 232 wieder ins Octagon.

"Ich überlege immer noch, ob ich einmal in jedem Quartal oder doch nur dreimal in diesem Jahr kämpfen möchte", sagte Jones im Interview mit der amerikanischen Webseite MMAjunkie. "Mein Ziel ist es, aktiv zu bleiben. Normalerweise habe ich nach einem Kampf immer Schmerzen an den Füßen, weil ich sehr hart zutrete. Hoffentlich kann ich diesmal gleich wieder trainieren und aktiv bleiben."

Jones unterschätzt Smith trotz Favoritenrolle nicht

Im Rückkampf gegen den Schweden Alexander Gustafsson holte sich Jones im Dezember bei UFC 232 den WM-Titel im Halbschwergewicht zurück, den er im Octagon nie verloren hat. Nach wie vor hält er in der UFC die Rekorde für die längste Siegesserie, die meisten Siege und die meisten Titelverteidigungen im Halbschwergewicht.

Daran will Jones bei UFC 235 anknüpfen, wenn er im Hauptkampf seinen neuen Gürtel gegen seinen amerikanischen Landsmann Anthony Smith verteidigt, der seit seinem Wechsel ins Halbschwergewicht dreimal hintereinander vorzeitig gewann – gegen die Ex-Champions Rashad Evans und Mauricio "Shogun" Rua sowie den früheren Titelherausforderer Volkan Oezdemir.

"Als ich mit der Vorbereitung begann, wusste ich eigentlich nichts über ihn", sagte Jones. "Jetzt wo ich ihn analysiert habe, sehe ich einen würdigen Gegner. Für jeden anderen ist er ein gigantischer Außenseiter, aber ich nehme ihn sehr ernst. Er hat in seinen letzten Kämpfen ein paar starke Dinge gezeigt und er genießt meine volle Aufmerksamkeit. Mein Ziel ist es, den Kampf vorzeitig zu beenden und ihn zu dominieren. Aber er hat meinen vollen Respekt und er ist für diese Position bereit. Ich freue mich auf eine gute Herausforderung."

Jones verfolgt ein riesiges Ziel

Während Smith vor der Chance seines Lebens steht, ist er für Jones nur ein weiterer Name in seiner Kampfbilanz. Der UFC-Champion besiegte bereits lebende Legenden wie Daniel Cormier, Vitor Belfort, Quinton Jackson, Evans und Rua sowie zähe Veteranen wie Glover Teixeira, Chael Sonnen und Ovince Saint Preux. An diesem Punkt in seiner Karriere geht es für ihn nur darum, sein Vermächtnis zu vergrößern. Gegen wen er bei UFC 235 und bei den Veranstaltungen danach seinen WM-Titel verteidigt, spielt für ihn keine Rolle.

"Ich versuche, nicht auf die anderen zu schauen und mir wegen ihnen keine Sorgen zu machen", sagte Jones. "Ich muss einfach an mich selbst glauben, an mein Können, an meine Geschichte und ich weiß, dass sie schlussendlich nur Teile in einem großen Puzzle sind. Ich mache daraus keine persönliche Angelegenheit. Ich habe gegen viele große Gegner gekämpft. Wenn man auf dem Thron sitzt, muss man sich dem nächsten Herausforderer stellen und das habe ich schon immer gemacht. Wer auch immer als nächstes dran ist, ich bin bereit. Mein Ziel ist es, der Beste aller Zeiten und der dominanteste Champion der UFC-Geschichte werden."

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