Dana White und Conor McGregor. - Bildquelle: 2018 Getty ImagesDana White und Conor McGregor. © 2018 Getty Images

München – Dana White lässt Kritik in der Regel nicht lange auf sich sitzen. Deshalb schießt er jetzt gegen UFC-Superstar Conor McGregor. Der Ire war am Sonntag zurückgetreten und hatte dabei auch die MMA-Organisation harsch kritisiert. 

UFC-Boss White hatte McGregor geraten, geduldig zu sein und auf seine Chance zu warten, die sich nach dem Titelkampf zwischen Leichtgewichts-Champion Khabib Nurmagomedov und Justin Gaethje bieten könnte.

Keine Lust auf die Ersatzrolle

Doch nicht mit McGregor, der zuletzt im Januar im Octagon stand und für 2020 eigentlich drei Kämpfe geplant hatte.

"Die UFC hätte den Ball einfach weiterrollen lassen sollen", wetterte McGregor. "Warum wird Khabib gegen Gaethje auf September gelegt? Jeder weiß, dass irgendwas passiert und der Kampf im September nicht stattfindet. Ich habe einen Plan vorgelegt und den richtigen Zug vorgeschlagen. Aber sie sträuben sich immer oder ziehen es in die Länge. Egal, was ich sage, sie sind dagegen und lassen die Muskeln spielen."

White verriet bei ESPN nun, dass auch die UFC einen Plan hatte. Der sah vor, dass McGregor bei UFC 249 einspringt, sollte einer der Protagonisten des Leichtgewicht-Titelkampfes, Khabib Nurmagomedov oder Tony Ferguson, ausfallen. 

Die Wahrscheinlichkeit war angesichts der Tatsache, dass der Kampf zwischen den beiden über die Jahre aus verschiedenen Gründen bereits viermal abgesagt wurde, nicht gering. Tatsächlich musste Khabib wegen der Reisebeschränkungen in der Coronakrise kurzfristig passen.

"Er will gegen Gaethje kämpfen. Gaethje hat gerade gewonnen, um sich den Kampf gegen Khabib zu sichern", erklärte White: "Er hat gerade Tony Ferguson geschlagen. Conor hatte die Gelegenheit, an diese Stelle zu rutschen, sollten Khabib oder Tony ausfallen."

Doch darauf hatte McGregor ganz offensichtlich keine Lust. "Er sagte: 'Ich bin kein Ersatzkämpfer, ich werde es nicht tun.' Er wäre jetzt in dieser Position, wenn er den Kampf übernommen hätte. Er hat es nicht getan, Gaethje hat es getan, also hat Gaethje die Chance bekommen."

Das bekannte Ende vom Lied: Justin Gaethje sprang ein, besiegte Ferguson bei UFC 249 und bekommt nun die Titelchance gegen Nurmagomedov. 

Keine Lust auf McGregor-Masche

In der Vergangenheit nutzte McGregor Rücktritte (der aktuelle ist sein dritter) für Verhandlungen. White kündigte aber an, dass der Ire damit diesmal nicht durchkommt. "Conor McGregor ist frustriert, denn schau dir an, was los ist", sagte White. "Schau dir an, was wir machen. Wir fahren jetzt nach Yas Island, um diese Kämpfe auszutragen, denn das Schwierigste im Moment ist es, Menschen aus anderen Teilen der Welt ins Land zu bringen. Jetzt haben wir Yas Island fertig, es ist eingerichtet", so White. Im Juli sollen in Abu Dhabi mehrere Veranstaltungen stattfinden, auch ausländische Kämpfer können jetzt dabei sein.

 

Der UFC-Boss schiebt der McGregor-Masche erstmal einen Riegel vor. "Dies ist nur eine Frage des Frusts von Conor. Ich denke, dass er momentan nicht bekommen kann, was er will. Das ist einfach nicht möglich." 

Du willst die wichtigsten Kampfsport-News, Videos und Daten direkt auf Deinem Smartphone? Dann hole Dir die neue ran-App mit Push-Notifications für Live-Events. Erhältlich im App-Store für Apple und Android.

News-Ticker

Video-Tipps

Aktuelle Galerien