Georges St-Pierre bei seinem Sieg im November 2017 gegen Michael Bisping. - Bildquelle: imago/ZUMA PressGeorges St-Pierre bei seinem Sieg im November 2017 gegen Michael Bisping. © imago/ZUMA Press

München – Ganz wichtige Regel in der UFC: Man sollte es sich nie mit Dana White verscherzen. Wenn man den Präsidenten der größten Kampfsport-Liga der Welt gegen sich hat, wird es schwierig.

Das bekommt nun auch Georges St-Pierre zu spüren. Dabei kann White die UFC-Legende immer noch gut leiden. Er liebt sein einstiges Aushängeschild.

Doch Wünsche wird er ihm wohl erstmal keine mehr erfüllen. Denn GSP hat sein Wort gebrochen. Auch im Kampfsport-Geschäft eine Sünde.

Dabei will immerhin Leichtgewichts-Champion Khabib Nurmagomedov unbedingt einen Kampf gegen St-Pierre. Khabib verteidigt seinen Titel am 7. September bei UFC 242. Im Dezember könnte dann der Mega-Fight gegen GSP folgen – doch nicht mit White.

Den Titel niedergelegt

Denn St-Pierre hatte nach seinem Comeback-Sieg nach über vier Jahren Pause gegen Michael Bisping bei UFC 217 nicht wie versprochen den Titel im Mittelgewicht verteidigt. Wegen einer Darmerkrankung legte er seinen Titel kurz danach schon wieder nieder. Dafür warf er einen Blick auf andere Gewichtsklassen. Für White ein Unding.

"Ich liebe den Kerl. Einer der besten Menschen überhaupt", sagte White TSN. "Aber wir hatten einen Deal. Er hat einen Rückzieher gemacht, er hat es nicht getan. Es geht einfach nicht, dass er immer nur dann zurückkommt, um auserwählte Titelkämpfe zu machen, wenn er will."

Bisping habe GSP als einen leichten Kampf angesehen, glaubt White: "Er hat Bisping geschlagen, aber die Schlange dahinter waren alles Killer, wirkliche Killer. Dann kam er an und wollte um den Titel im Leichtgewicht kämpfen. Wir werden keine seltsame 165-Pfund-Klasse einführen. Das wird nicht passieren."

Aber White weiß natürlich: Man sollte nie etwas gänzlich ausschließen. Vor allem im Kampfsport nicht. Deshalb lässt er sich eine Hintertür offen. Schließlich betonte Nurmagomedov immer mal wieder, dass er unbedingt gegen St-Pierre kämpfen wolle. Gegen eine Legende, um selbst eine zu werden, so der Plan.

Und wenn Khabib darauf besteht?

"Ich denke, wenn Khabib als Champion darauf besteht, müssen wir darüber reden. Aber am Ende ergibt es für mich keinen Sinn. Es gibt genügend andere Kämpfer, die schon Schlange stehen. Soll Tony Ferguson weiter auf seine Chance warten, weil sich St-Pierre vordrängelt? Dann gibt es auch noch Conor, der einen Rückkampf haben will. Es gibt so viele Leichtgewichte, die kämpfen wollen. Du kannst nicht einfach aus dem Ruhestand zurückkommen und dir deine Kämpfe aussuchen, wenn du dein Versprechen gebrochen hast, den Titel im Mittelgewicht zu verteidigen. Ist das klar?"

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