Jon Jones lehnt zusätzliche, freiwillige Dopingtests ab - Bildquelle: imago sportfotoJon Jones lehnt zusätzliche, freiwillige Dopingtests ab © imago sportfoto

München – Nur noch neun Tage, dann steht Jon Jones wieder im Käfig der UFC. Der frühere UFC-Champion, der auf dem besten Weg war, sich als bester Kämpfer der MMA-Geschichte in die Annalen einzutragen, kehrt dann von einer 15-monatigen Dopingsperre zurück.

Der 31-Jährige bekam erst vor wenigen Tagen seine Kämpferlizenz zurück, damit er am 29. Dezember bei UFC 232 gegen den Schweden Alexander Gustafsson um seinen alten Titel im Halbschwergewicht kämpfen kann. Bei der Anhörung der Athletik-Kommission Kaliforniens wurde ihm geraten, sich dem freiwilligen Dopingtest-Programm der VADA zu unterziehen, Jones Lager lehnte das nun jedoch ab.

Jones Anwalt: "Fragen konnten nicht geklärt werden"

"Es ist kompliziert", sagte Howard Jacobs, der Anwalt von Jones auf Anfrage von US-Medien. "Wir weigern uns nicht, das wäre an dieser Stelle der falsche Ausdruck. Aber es gibt ein paar Sachen beim Vorschlag, die für uns unklar sind. Wir haben Nachfragen gestellt, aber es war uns nicht möglich, die Fragen abschließend zu klären."

Jones wird bereits von der USADA, der amerikanischen Anti-Doping-Behörde, getestet. Dabei kam es in den vergangenen Monaten zu Irritationen, nachdem Jones im vergangenen Jahr zwar positiv auf das anabole Steroid Turinabol getestet wurde, im Nachhinein jedoch beweisen konnte, dass ein Nahrungsergänzungsmittel die Substanz nicht ausgewiesen hatte.

Daher wurde er als Wiederholungstäter nicht für vier Jahre, sondern nur für 15 Monate gesperrt. Jones bezeichnete den Befund als Prise Salz in einem Schwimmbecken und erklärte, dass die USADA mit ihrem abschließenden Urteil seine Unschuld bezeugt habe. Nicht genug für viele Fans und Kämpferkollegen, die weiterhin von absichtlichem Doping ausgehen.

Zusammenarbeit mit VADA hätte Zweifel an Unschuld verringern können

"Wir wissen, dass sie glücklich darüber sind, dass die USADA sie vom absichtlichen Doping freigesprochen hat", sagte Kommissarin Martha Shen-Urquidez während der Anhörung. "Aber sie und ich wissen, dass es eine große Zahl an Menschen gibt, die immer noch Zweifel haben."

Eine Zustimmung zum freiwilligen Testprogramm der VADA hätte Zweifel an Jones Unschuld nicht beseitigen, aber zumindest verringern können. Durch die Ablehnung lässt der Amerikaner nun weiteren Spekulationen Tür und Tor offen, auch wenn er bereits zehn Mal in diesem Jahr von der USADA getestet wurde.

Der Ex-Champion und seine Anwälte hatten ursprünglich auch ihre Zustimmung zum Vorschlag der Kommission geäußert, nun jedoch wieder Abstand davon genommen. Eine vergebene Chance für Jones.

Mehr zu Kampfsport rund um die Uhr findest du auf ranFIGHTING.de

Du willst die wichtigsten Kampfsport-News zum Boxen, der UFC und der WWE direkt auf dein Smartphone bekommen? Dann trage dich für unseren WhatsApp-Service ein unter http://tiny.cc/ran-whatsapp