Jared Cannonier hat auch Kopenhagen zum Schweigen gebracht - Bildquelle: Getty ImagesJared Cannonier hat auch Kopenhagen zum Schweigen gebracht © Getty Images

München – Jared Cannonier drängt weiter Richtung Spitze im UFC-Mittelgewicht. Der Amerikaner, der einst als Schwergewicht in der UFC begann, ist nach seinen Siegen über die brasilianische MMA-Legende Anderson Silva und den schwedischen Aufsteiger Jack Hermansson in Schlagdistanz zum Titelrennen.

In Kopenhagen feierte er seinen dritten Sieg im dritten Kampf in der neuen Gewichtsklasse, alle drei kamen vorzeitig zustande.

Cannonier feiert den Knockout in Kopenhagen

Hermansson begann dabei stark und nutzte Cannoniers ringerische Schwäche zum Takedown aus, doch der kräftige Amerikaner kämpfte sich wieder auf die Beine. Dort stellte der Amerikaner den langen Schweden immer wieder vor Probleme.

Cannonier, für seine Leg Kicks gefürchtet, ging wenige Risiken ein, sondern beschränkte sich auf seinen Jab und Kicks gegen die Beine des Schweden, der so nur schwer die Distanz zum Takedown verkürzen konnte. Der Anfang vom Ende für Hermansson.

Denn Cannonier hatte die Vorgehensweise des Schweden auf dem Weg zum Takedown durchschaut und wartete nur auf seine Gelegenheit. Diese kam prompt zu Beginn der zweiten Runde. Hermansson attackierte selbst mit Leg Kicks und ging in die Nahdistanz.

Doch genau, als Hermansson seinen Kopf zum Takedown senkte, wurde der Schwede dort von einem harten Uppercut empfangen. Hermansson ging auf die Bretter, Cannonier mit harten Ellenbogen und Schlägen hinterher und der Ringrichter nach 27 Sekunden dazwischen.

Der Sieg für Cannonier und das Ende des Höhenfluges für Hermansson, der nach drei Siegen in den letzten zwölf Monaten damit seinen Platz in den Top 5 des Mittelgewichts einbüßt.

‚Danish Dynamite‘ in Kopenhagen

Die anderen Skandinavier verbuchten gemischte Ergebnisse, wobei jedoch die beiden dänischen Vertreter die beste Figur machten. So konnte Silbermedaillengewinner Mark O. Madsen in seinem UFC-Debüt einen schnellen Sieg über den Italiener Danilo Belluardo feiern und ihn nach 72 Sekunden ausknocken.

Rückkehrer Nicolas Dalby hatte es mit dem gefährlichen Brasilianer Alex Oliveira zu tun, bestand diesen Test jedoch und feierte so seinen ersten UFC-Sieg seit 2015. Dalby wurde 2016 nach einer Niederlage gegen Peter Sobotta von der UFC entlassen. In Kopenhagen gab er nun sein Comeback.

Der Isländer Gunnar Nelson unterlag dem Brasilianer Gilbert Burns nach Punkten, wobei sich die beiden Grappler vor allem im Stand bekämpften. Lina Länsberg sorgte mit einem Überraschungserfolg über TUF-Siegerin Macy Chiasson zumindest für einen versöhnlichen Schweden-Abend.

Und der Österreicher Ismail Naurdiev feierte im Vorprogramm gegen Siyar Bahadurzada seinen zweiten UFC-Sieg. Der 23-Jährige feierte im Februar sein UFC-Debüt und stand nun schon zum dritten Mal im Käfig. Gegen den erfahrenen Bahadurzada zeigte sich der junge Naurdiev äußerst abgeklärt und dominierte ab der zweiten Runde auf dem Weg zu einem klaren Punktsieg.

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