Fabricio Werdum (re.) will erneut um den UFC-Titel kämpfen - Bildquelle: Getty ImagesFabricio Werdum (re.) will erneut um den UFC-Titel kämpfen © Getty Images

München – Fabricio Werdum ist auf einer Mission. Der 40-jährige Brasilianer will den UFC-Titel im Schwergewicht zurück, auf den er jahrelang hingearbeitet hatte und dann im Mai 2016 schon bei der ersten Titelverteidigung an Stipe Miocic verlor.

Der Ex-Weltmeister hat seit seinem Verlust vier von fünf Kämpfen gewonnen. Kein Wunder also, dass er seine Chancen auf einen weiteren Titelkampf als hoch einschätzt. Wenn ihm sein früherer Trainingspartner Alexander Volkov da keinen Strich durch die Rechnung macht (UFC London am 17. März ab 18:45 Uhr live auf ranFIGHTING.de und ab 23 Uhr auf ProSieben MAXX und ran.de).

Werdum will den Titel zurück

Denn seit Werdum seinen Gürtel verlor, rührt er die Werbetrommel für eine weitere Chance. Ob gegen Miocic oder Herausforderer Daniel Cormier, ist ihm dabei gleich. Und anders als manch anderer Kämpfer, will sich Werdum seine Titelchance verdienen und nicht darauf warten, obwohl er es mit einer Bilanz von neun Siegen aus elf UFC-Kämpfen durchaus könnte.

"Wenn die UFC mir sagt, dass ich der nächste bin, dann kämpfe ich sofort um den Gürtel", sagte Werdum in einem Interview. "Wenn ich warten muss, dann kämpfe ich gegen einen anderen Gegner. Ich will kämpfen, nicht stillstehen. Ich weiß, dass meine Chance kommt und ich glaube daran, dass ich noch in diesem Jahr Champion werde."

Die Chancen für Werdum stehen dabei nicht schlecht. Champion Miocic gehen nämlich die Herausforderer aus. Mit Francis Ngannou wurde im Januar der Hoffnungsträger der UFC deutlich in die Schranken gewiesen. Und da die Rückkehr von Cain Velasquez weiter in den Sternen steht, bleiben neben Werdum nicht viele Schwergewichte übrig.

Volkov will ins Titelrennen

Doch genau das ist die Chance für Alexander Volkov. Der Russe gehört mit erst 29 Jahren zu den jungen Hüpfern der Gewichtsklasse und wäre ein neues Gesicht im Titelrennen. Für "Drago" spricht zudem die Statistik, denn in jeder Organisation, in der er mehrere Kämpfe bestritt, holte er irgendwann den Titel im Schwergewicht.

Seit anderthalb Jahren bereichert der Hüne aus Moskau die UFC und hat seitdem drei Kämpfe gewonnen. Zuletzt schlug er im Hauptkampf der UFC Fight Night in Rotterdam Stefan Struve K.o. Volkov geht mit einem Größen- und Reichweitenvorteil in den Kampf gegen Werdum. Der Brasilianer ist zudem gewarnt.

"Er hat mit uns eine Weile trainiert", so Werdum. "Meine Strategie basiert aber nicht darauf, denn Training und Kampf sind zwei verschiedene Dinge. Er ist ein großer Typ, der weiß, wie er seine Reichweite einsetzt. Ein echtes Schwergewicht. Sein Standkampf ist sehr präzise, ich muss sehr aufpassen und clever kämpfen, weil er ein guter Gegner ist."

Werdum hat viel zu verlieren

Den Zuschauern steht daher ein interessanter Kampf bevor. Kann Volkov mit seinen langen Händen und Kicks die gelegentlich löchrige Defensive des Brasilianers knacken? Oder wird Werdum seinen Gegner wieder einmal in den Bodenkampf verwickeln und dort zur Aufgabe bringen?

Für "Vai Cavalo" geht es dabei jedoch nicht nur um eine weitere Titelchance. Der 40-Jährige weiß, dass ihn jede Niederlage wieder ins Mittelfeld der Gewichtsklasse zurückwerfen kann. Dorthin, wo er nicht mehr als kommender Champion angesehen wird, sondern als Härtetest für aufstrebende Kämpfer.

In Marcin Tybura konnte Werdum bereits eins der hoffnungsvollen Schwergewichtstalente Europas bezwingen. Ereilt Alexander Volkov nun das gleiche Schicksal?

Die Antwort erfahren wir bei UFC London am 17. März ab 18:45 Uhr live auf ranFIGHTING.de.

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