Dana White (li.) glaubt an eine Octagon-Rückkehr von Conor McGregor (re.) - Bildquelle: imago/FotoarenaDana White (li.) glaubt an eine Octagon-Rückkehr von Conor McGregor (re.) © imago/Fotoarena

München – Ursprünglich sollte Conor McGregor im Juli bei UFC 239 gegen Donald "Cowboy" Cerrone kämpfen. Doch die Verhandlungen scheiterten und McGregor kündigte am 26. März seinen Rücktritt an. Das hielt den irischen Superstar allerdings nicht davon ab, via Twitter regelmäßig einen Rückkampf gegen den UFC-Champion Khabib Nurmagomedov zu verlangen. Experten sahen in seinem Rücktritt lediglich eine Verhandlungstaktik.

Nachdem Cerrone am vergangenen Wochenende den Hauptkampf der UFC Fight Night in Ottawa gewann, forderte er McGregor erneut heraus. UFC-Präsident Dana White würde dieses Duell gerne sehen, wie er am Dienstag in der Jim Rome Show verriet: "Der Kampf gegen Cerrone ist sicher sinnvoll, aber ihm stehen verschiedene Möglichkeiten offen. Von einem Kampf gegen Cerrone hat er jedoch schon früher gesprochen. Ich weiß es noch nicht, aber dieser Kampf ist schon sinnvoll."

White zeigt für McGregors "Rücktritt" Verständnis

Zuletzt kämpfte McGregor im Oktober 2018, bei UFC 229 in Las Vegas unterlag er Khabib Nurmagomedov durch Aufgabe in Runde vier. Es war sein erster Auftritt im Octagon seit dem Mega-Fight gegen die Box-Legende Floyd Mayweather Jr. im August 2017, bei dem er allein durch die Kampfbörse rund 30 Millionen Dollar verdiente.

"Conor ist einer unsere größten Stars", meinte White. "Nach dem Kampf gegen Mayweather sagte ich, wenn ein Junge so viel Geld verdient, dann wird er nie wieder kämpfen. Schaut doch nur mal, wie oft er seit dem Kampf gegen Mayweather gekämpft hat."

McGregor schwimmt aber nicht nur wegen seiner Mayweather-Gage im Geld. In den letzten Monaten konzentrierte er sich speziell auf den Verkauf seines "Proper No. Twelve"-Whiskeys. "Er hat mit seiner Whiskey-Firma erst kürzlich die Marke von einer Milliarde Dollar Umsatz geknackt", erzählte White. "Conor McGregor geht es finanziell richtig gut und wenn es einem finanziell richtig gut geht, dann leidet darunter definitiv die Kampfsportkarriere."

White verhandelt weiter mit McGregor

Auch wenn es McGregor "finanziell richtig gut geht" – er ist durch und durch eine Kämpfernatur und will alleine aus Gründen des Ehrgeizes zumindest noch den Rückkampf gegen Khabib Nurmagomedov bestreiten. Ein großer Knackpunkt bei den Verhandlungen mit der UFC bleiben jedoch die Finanzen.

Vor wenigen Wochen hat sich die UFC entschlossen, ihre PPV-Events in ihrem Hauptmarkt Nordamerika nicht mehr über das Fernsehen, sondern ausschließlich online über die Streaming-Plattform ESPN+ zu vertreiben. McGregor verdiente bisher an jedem verkauften PPV mit, aber durch diesen Wechsel sinken seine potentiellen Einkünfte. Daher forderte er Anteile am Unternehmen UFC oder eine deutlich höhere Gage – beides verweigerte ihm White bislang.

"Wir werden uns sehr bald zusammensetzen, nächste Woche schon", verriet White. "Dann werden wir sehen, wie es mit ihm weitergeht. Ich glaube, dass er diesen Sommer noch kämpfen wird."

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