Urijah Faber (re.) kämpft wieder zuhause in Sacramento - Bildquelle: Getty ImagesUrijah Faber (re.) kämpft wieder zuhause in Sacramento © Getty Images

München – Lange hat es Urijah Faber im Ruhestand nicht ausgehalten. Nur zweieinhalb Jahre nach seinem Abschiedskampf vor heimischer Kulisse im kalifornischen Sacramento tritt er zu seinem Comeback an. Bei der bevorstehenden UFC Fight Night im Golden 1 Center, Heimat der Sacramento Kings, kämpft er gegen den aufstrebenden Ricky Simon.

"Wenn ich mir die derzeitige Kämpfer-Landschaft so ansehe, weiß ich einfach, dass ich leicht mithalten kann", sagte Faber. "Ich bin immer noch gut in Form. Ich habe damals aufgehört, weil ich es so wollte. Jetzt habe ich entschieden, zurückzukehren, weil ich es will."

Rücktritt aus Zeitgründen?

Im Laufe seiner 13 Jahre langen MMA-Karriere hat sich Faber etliche weitere Standbeine aufgebaut. Er besitzt zehn Firmen, engagiert sich in der Immobilienbranche, ist der Eigentümer von Ultimate Fitness, dem ersten MMA-Trainingszentrum in Sacramento, und er ist Trainer und Manager des Team Alpha Males. Dort war und ist er Mentor von Stars wie dem ehemaligen UFC-Champion Cody Garbrandt und den Titelherausforderern Chad Mendes und Joseph Benavidez.

"Ich habe 2016 zum ersten Mal in meiner Karriere zwei Kämpfe hintereinander verloren und dachte, nun sei die Zeit reif für einen Rücktritt", sagte Faber. "Ich hatte einfach zu viel um die Ohren und musste mich immer zeitgleich um mehrere Dinge kümmern. Seit ich zurückgetreten bin, habe ich aber einiges erreicht."

Vom Doppel-Champion herausgefordert

Aus finanzieller Sicht hatte es Faber schon lange vor seinem Rücktritt nicht mehr nötig, selbst ins Octagon zu steigen. Aber der 40 Jahre alte Kalifornier ist durch und durch ein Kämpfer. Er gehörte zu den größten Publikumslieblingen in der UFC und zu den besten Kämpfern, die nie den WM-Titel in den Händen hielten. Laut seinen Teammitgliedern hat er in den letzten zweieinhalb Jahren genauso fleißig trainiert wie zuvor.

Was er – neben dem Spaß am Kämpfen – mit seiner Rückkehr bezweckt, will er noch nicht preisgeben. Womöglich motiviert ihn aber die Tatsache, dass der frischgebackene Doppel-Champion Henry Cejudo ankündigte, er wolle gegen lebende Legenden wie Faber antreten.

"Ich habe ein paar kurzfristige Ziele, etwa den Kampf in Sacramento zu gewinnen und dabei eine gute Leistung zu zeigen", sagte Faber. "Danach werden wir sehen, wie es weitergeht. Henry Cejudo hat mich neulich herausgefordert. Für einen Wettkämpfer wie mich gibt es nichts Aufregenderes, als sich mit den Besten zu messen."

Auch Fabers Schützlinge sind in Aktion

Bei der UFC Fight Night in Sacramento steigt nicht nur Faber selbst ins Octagon, sondern auch einige Kämpfer, die er als Trainer oder Manager betreut. Josh Emmett etwa, der zuletzt Michael Johnson ausknockte, trifft auf den gefährlichen Bosnier Mirsad Bektic.

Andre "Touchy" Fili stellt sich dem Brasilianer Sheymon Moraes, Darren Elkins kämpft gegen den "TUF"-Gewinner Ryan Hall und das Nachwuchstalent Benito Lopez gegen Vince Morales, den Cousin von Fabers Gegner Ricky Simon. Das "California Kid" wird Samstagnacht alle Hände voll zu tun haben.

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